Radtrainingslager-Vorbereitung

17. März 2018, 15:38 Uhr
geschrieben von Rudi Hummel

Cesenatico-Ausrüstungs -Tipps für Unerfahrene und Vergessliche.

Uns Affen eigen möchte ich mich nicht mit inflationär gehaltenen in jedem X- beliebigen Sportmagazin abgedruckten Trainingslager Checklisten Inhalten befassen. Ich will statt dessen aufbauend auf die Sammlung unserer "Affenladys" in der Monkeys-Dropbox verweisen, versuchen sie mit Sports Monkeys-Erfahrungsschatz zu verfeinern, Praxistipps zu geben und auf Eventualitäten die im "warmen Süden" eintreffen könnten eingehen.
In medias res:
Trotz frühsommerlichen Gefühlen und der südlichen Traumlandschaft die uns umgibt werden wir meist bei unseren Radausfahrten im Lang-Lang unterwegs sein, was nicht auf ein Klavierkonzert, das am Abend im Hotel stattfindet, hinweisen soll, sondern: Unsere Radbekleidung wird meist mit langen Ärmeln und langen Hosen verziert sein. Radfahrer helfen sich bei diesen Wetterbedingungen die uns erwarten, (kühle Morgentemperaturen, hohe Mittags und Nachmittag Werte, dazwischen ev. überraschender Regen) mit Armlingen, Beinlingen und Knielingen.
Diese abgeschnittenen Ärmel und Hosenbeine in Stretch-Qualität, haben bei den vorherrschenden Wetterbedingungen den Vorteil, gegenüber den von uns gebräuchlichen Kleidungsstücken, dass sie sich kurzfristig an- und ausziehen lassen ohne das die Kleideranpassung an die jeweilige Wettersituation für den einzelnen und damit für die ganze Gruppe zum Nerventest wird.
Eine hohe Kompatibilität mit dem von uns meist angewendeten Zwiebelschalensystem ist damit ebenfalls gegeben.
Starten wir doch meist mit unserer wärmsten Garnitur am Vormittag und befreien uns dann Schicht für Schicht mit den zunehmenden Temperaturen oder wegen der bevorstehenden Bergfahrt. Da sparen uns Armling und Beinling eine ganze Bekleidungsschicht. Im Vorfeld sollten wir noch überlegen wo wir diese im Moment nicht mehr benötigten Kleidungsstücke verstauen. Radtrikot oder Radgilet mit großen Rückentaschen wie zum Beispiel unser Teamdress bieten da optimale Voraussetzungen. Achtung: Bei den langen Bergabfahrten oder einem Wetterumschwung werden wir diese Teile wieder gut am Körper benötigen. Die Standard-Radzusatzausrüstung wie Pumpe, Ersatzschlauch samt Heber, TRI-Lizenz = Ausweis / Versicherungsschutz, sollten ohnedies am Rad verstaut sein. Kleines Werkzeug, Pflaster und Streckenplan hat der jeweilige für die Gruppe verantwortliche Affe dabei. Müsliriegel, Gel, Banane sowie das Handy sind ja ebenfalls am Start in diesen Rückentaschen. Normale Radhandschuhe, über die gegebenenfalls noch "Langfinger" Handschuhe passen (oder alternierend). Ach ja, da wären noch die Überschuhe zu erwähnen die den Empfindlicheren von uns (zu denen ich mich zähle) gut tun.
Keine Angst, meist befinden wir uns mit der Kette links im langsamen Ausdauerbereich - Stichwort: "Fettstoffwechsel" Ausnahmen stellen meist nur Bergabfahrten dar, kleine Spritzigkeitstrainings oder Ortstafelsprints, da kann dann die Kette schon mal nach rechts wandern. Bergauf werden wir danach trachten wenig Flüssigkeit in unseren Tanks zu speichern. 2 Radflaschen sind dennoch anzudenken, eine große tut es ebenfalls, allerdings kann man dann nicht mehr zwischen ISO und Wasser wählen. Bei unseren ausgedehnten Sightseeing Stopps kann man sich meist auch verpflegen.
Die mit sensibler Wettkampf-Reifen-bestückter Gerätschaft trainierenden Monkeys sollten nicht vergessen, abends ihren Reifendruck zu reduzieren und vor dem Einrollen am nächsten Tag die Schläuche wieder aufzublasen. Man erspart sich im Schadensfall das Gekreische der Herde. Vor dem Heimtransport der Räder, am Urlaubsende im Monkeys Hänger, steht dann noch eine Grundreinigung an.

Trotz geheizten 25 Meter Beckens würde ich die Mitnahme eines Neos empfehlen. Es sind ja unsere Bahnen am Nachmittag und Abend reserviert, und nach einem längeren kraftraubenden Trainingstag kann es schon mal bei uns TRI-Monkeys vorkommen, das uns ohne Neo die letzte Trainingseinheit gar nicht mehr freut (ganz selten). Mit Neo ist diese Überwindungsschwelle weit niedriger und wir können unsere letzten 5500 Meter im Becken noch richtig genießen, freuen wir uns doch bei jeder exakt ausgeführten Rollwende schon aufs wohl verdiente Abendessen. Und: Die wahnsinnigen Hominini von uns stürzen sich sicherlich damit in die Adria.
Ein breiter Kleiderbügel kommt noch ins Spiel, mit dem wir den Neoprenanzug in die Dusche zum Trocknen hängen! 2 Paar Laufschuhe sind nötig. Tape, um den Ausreden mit Blasen vorzubeugen, Vaseline oder ähnliches sowieso.

Auf Ess- und Schlafgewohnheiten von uns Affentieren am Trainingslager möchte ich hier der artfremden Leserschaft wegen im Detail nicht eingehen. Löffelchenstellungen- Details, Schweissfuß- Berichte und ähnliches von uns werden in einem der folgenden Beiträge, in von Spindoktoren geprüfter Version für die Öffentlichkeit tauglich geschönt, hier ohnedies zu lesen sein.

Mit Augenzwinkern- Euer Silberrücken

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