Das Interview zu Obertrum

31. Juli 2019, 9:40 Uhr
geschrieben von Vincent Hummel

Am Sonntag fand die Triathlon Staatsmeisterschaft über die Olympische Distanz beim zehnjährigen Jubiläum in Obertrum am See statt. Da ich selbst leider krankheitsbedingt von einem Start absehen musste und somit selbst nicht vor Ort war, musste unser Matthias Müller nach seiner starken Leistung (immerhin drittschnellster Monkey. Und zwar mit erstaunlich wenig Training!) am Heimweg nach Wien am Telefon auch noch als Interviewpartner herhalten und seine Eindrücke schildern:

I:Wie war die Stimmung in Obertrum?

Es war ja 10-jähriges Jubiläum, vor dem Start wurde der Veranstalter für sein Unterfangen geehrt. Generell verwandelt sich die Stadt rund ums Rennwochenende in den Triathlonnabel Österreichs. Freitag gibt´s ja bereits das Seecrossing, samstags die Nachwuchs-, Sprint und Funtriathlon-Bewerbe. Und am Sonntag dann die Krönung mit Kurz- und Mitteldistanz. Bei der Mitteldistanz gab´s heuer sogar zwei Streckenrekorde durch Andreas Giglmayr, der ja seine Ausnahme-Karriere in diesem Jahr ausklingen lassen möchte. Er benötigte knapp über 4 Stunden für die Halbe Ironman-Distanz. Bei den Damen gelang es der Dänin Camila Pedersen, unter viereinhalb Stunden zu bleiben - ebenfalls Streckenrekord!

I: Du warst ja heute auch gut dabei, oder? Wie war dein Rennen?

Ja, ich konnte meinen besten Wettkampf in der heurigen Saison abliefern, da ich in allen drei Disziplinen an mein momentanes Limit gehen konnte. Speziell beim Laufen habe ich mich selbst überrascht, weil ich trotz meiner wenigen Laufkilometer in der Vorbereitung das Tempo bis zum Schluss halten konnte ;-)

I:Hat das Wetter auch gehalten? Wie viele Monkeys waren am Start und haben es alle unfallfrei bis ins Ziel geschafft?

Das Wetter war meines Erachtens optimal. Für die Olympische Distanz wurde wegen der hohen Wassertemperaturen ein Neoprenverbot ausgesprochen. Während dem olympischen Rennen war es nicht zu kalt und nicht zu warm. Von uns waren stolze 27 Monkeys mit dabei, darunter wiederum starke 11 Damen, worauf wir ja immer besonders stolz sind. Alle 27 sind unfallfrei und auch ohne Disqualifikation ins Ziel gekommen, was bei so einer großen Gruppe keine Selbstverständlichkeit ist.

I:Welche Vereine waren außer den Monkeys noch numerisch stark vertreten?

Sehr präsent war diesmal das Team vom SU Tri Styria. Die Steirer waren mit gefühlt 40 Athleten vor Ort und somit klar mit der stärksten Fraktion vertreten. Der HSV Kärnten war mit circa zehn AthletInnen ebenfalls - wie gewohnt - gut dabei. Vor allem schafften es gleich drei ihrer Athleten in die Top 15 Overall, was einer sehr hohen Punkteausbeute gleichkommt. Das Trumer Tri Team war bei seinem Heimrennen natürlich auch allgegenwärtig und stärkste Mannschaft wurde in der Teamwertung (3 AthletInnen) das Tri Team Hallein mit Lukas Pertl, Sebastian Hanusch und Pia Hehenwarter.

I:Konntest du das Renngeschehen an der Spitze mitverfolgen?

Lukas Hollaus, den Gesamtsieger konnte ich leider nicht mehr auf der Laufstrecke bewundern - er war mir ein paar Minuten zu schnell ;-) Den Rest des Spitzenfeldes konnte ich zum Teil noch auf der letzten Runde beobachten, während ich am Beginn meiner 10 Kilometer war.

I:Das Rennen durch die SMTC-Brille betrachtet: Welche Monkey-Leistungen würdest du heute besonders hervorheben?

Am beeindruckendsten war für mich sicherlich wieder einmal unsere Teamleistung. Am Vorabend waren wir alle zusammen Abendessen. Bei der Gruppengröße (mit Begleitpersonen über 40 Personen) mussten wir fast schon ein komplettes Gasthaus nur für uns reservieren. Umso schöner, dass dann alle unfall- und verletzungsfrei durchgekommen sind und das Rennen voll geniessen konnten.

Aniko holte als Gesamtstärkste Monkeys-Dame sogar den 3. Platz in ihrer AK, ihr ist ein super Rennen gelungen. Alex Hahn sorgte mit dem nächsten erfolgreichen Rennen unmittelbar nach ihrem Ironman in Kärnten für die zweite ÖM-Medaille des Tages. Auch sie wurde wie Aniko Dritte in ihrer Altersklasse.

Bei den Herren würde mir auf jeden Fall mal Flo Tausend einfallen: Er war schnellster Monkey und hat in allen drei Disziplinen souverän abgeschnitten. Lukas Mari hat mich mit einer sehr starken Laufzeit von 37min ebenfalls beeindruckt und das Luki Hartmann einen starken Radsplit hinlegen würde, damit musste man spätestens nach den letzten Wechseltrainings auch rechnen ;-)

I:Gab es Debütantinnen unsererseits über die olympische Distanz?

Yes, die gab es! Mit Kathi Schipali, Agnes Müllner, Frani Sieß, Sonja Groißböck und Michael Urban debütierten gleich fünf Monkeys über die Olympische Distanz!

I:Danke für das Interview und eine sichere Heimreise! ;-)

Sunpie Agency