Blick ins Archiv

30. September 2019, 19:30 Uhr
geschrieben von Rudi Hummel

Die Weltmeisterschaft im Langdistanztriathlon auf Hawaii steht wieder einmal vor der Türe. Geschichte und „Gschichteln“ darüber sind gerade jetzt wieder in aller Munde. Bei uns Sports Monkeys steht die „Hawaii-Night“ vor der Tür. Aber was war vor der Triathlon-Zeitrechnung, die ja viele von uns besser kennen? Hier ein Versuch, mit dem Internet und „Wikipedia“ einen „Wiener-Affenblick“ darauf zu werfen.

Seit 30 Jahren stehe ich bei diversen Triathlons am Start. Der Iron Man – Hawaii Mythos lebte schon damals seit zehn Jahren und war in Wiener Marathon-Kreisen, in denen ich mich 1989 befand, durchaus bekannt. Der Wien Triathlon wurde zu dieser Zeit ja ebenfalls schon regelmäßig ausgetragen:

Herzog Hulikohola Kahanamoku war bereits 20 Jahre tot und Hawaii war durchs Kino und den Überfall der Japaner auf „Pearl Harbour“ und den danach stattfindenden Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg Jederfrau ein Begriff. Duke Kahanamoku (The Big Kahuna), der an drei verschiedenen Olympischen Spielen teilnahm und dreimal Olympiasieger im Schwimmsport (100/200 Meter Freistil) wurde und auch als Erfinder des Wellenreitens/Surfens gilt, war jedoch, wenn ich mich nicht irre, 1989 so in Vergessenheit geraten wie heutzutage. Er war allerdings schon in den 20er Jahren durchaus ein Weltstar und seine Inselgruppe in aller Sportmunde. Diesem interessanten Fund im Netz zufolge lief (oder schwamm) er in letzter Zeit bei mir gedanklich öfters vorbei, und da fiel mir in seiner Biografie ein rabenschwarzer Tag auf. Was war damals passiert?

Ein gewisser Johann Peter Weißmüller, Donauschwabe der Monarchie Österreich-Ungarn (aus Temesvar/Freidorf- im heutigen Rumänien), Auswanderer nach USA im zarten Kindesalter, gewann vor „Big Kahuna“ in Paris 1924 Olympiagold. Dem Hawaiianer wurde damals als Zweitplatzierter Silber vom olympischen Komitee umgehängt.

Ab da wird es für uns Sports Monkeys hochinteressant:

Johnny Weißmüller, wie er sich in Amerika nannte, hat 51 eingetragene Schwimmweltrekorde. Über 70 davon werden ihm inoffiziell nachgesagt. Er hielt es zeitlebens nicht so mit dem Ausfüllen von Formularen. Als erster Mensch schwamm der fünffache Olympiasieger die 100 Meter-Strecke unter einer Minute am 9. Juli 1922. TRI Sports Monkeys Anmerkung: Fast 100 Jahre später haben das bei uns Monkeys bisher nur 3 geschafft: Simon Leitner, David Halmer und Vincent Hummel.

Als erster Sportler überhaupt wurde Johnny aufgrund seiner sportlichen Erfolge ein bekannter Filmschauspieler, „Tarzan - The Ape Man“ war geboren, J. Weißmüller wurde der bekannteste Affenmenschdarsteller aller Zeiten. In mehr als einem Dutzend Hollywood-Großproduktionen spielte Johnny W. die Hauptrolle. Mit seiner fundierten Jodel-Ausbildung erfand er den „Affenschrei“, der uns Tri Sports Monkeys in ähnlicher Form nach erfolgreichem Überschreiten der Ziellinie immer wieder über die Lippen kommt: …ich Tarzan, du Jane?

Jane, greif die Liane! Und Jane griff: Ahhhhuuuhhhaaah - Uhhaahhhuuhhaaahh

Beim Film trafen sich übrigens beide Spitzenschwimmer wieder, denn Duke Kahanamoku wirkte ebenfalls in zahlreichen Hollywoodproduktionen mit. Den Quentin Tarantino Fans von uns wird der „Big Kahuna Burger“ aus dem Klassiker „Pulp Fiction“,

(der berühmteste Burger der Filmgeschichte, mit dem Tarantino dem Schwimmpionier ein weiteres Denkmal setzte), ebenfalls ein Begriff sein, wenn ich da z.B. an unseren Generalsekretär denke.

Inzwischen sind Duke & Tarzan friedlich in der Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports der International Swimming Hall of Fame (ISHOF) in Fort Lauderdale, Florida, vereint. Dieses Zentrum des Schwimmsports ist übrigens von „unserem Affenmann“ Johnny Weißmüller feierlich eröffnet worden.
www.ishof.org

Im OLYMPISCHEN MUSEUM in Lausanne am Genfer See, gibt es ebenfalls einiges Wissenswertes über diese beiden Ausnahmeschwimmer zu erfahren, wie informierte Affen zu kreischen wissen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Olympisches_Museum


Hawaii ist ja mit der Schaffung des Iron Man Kults in den letzten Jahrzehnten zum Langdistanz Triathlonzentrum des Planeten geworden und braucht keiner TriathletIn mehr nähergebracht zu werden.

Vor nicht ganz einem Jahr hat unser David Haiduk dem TRI-Planeten der Affen das Abenteuer Hawaii einen Schritt nähergebracht. Damals hat er als erster Sports Monkey, der bei dieser kultigen Triathlonveranstaltung das Ziel sah, uns Daheimgebliebene in Wort und Bild in seiner zehnteiligen Dokumentation dazu mitgenommen.

Das alles ist hier in unserem News-Archiv nachzulesen. Der Ape Man, sein Affenjodler, der Duke Kahanamoku, Olympia, Weltrekorde, die Tempel des Sports und der Ausflug ins Film-biz sollen euch interessierte Beobachter animieren, wieder einmal einen Blick in unser Archiv zu wagen.

So schließt sich der Kreis, denn auch im Affenuniversum ist die Erde rund…
Euer Silberrücken

Sunpie Agency