KOTL – King of the Lake 2020

21. September 2020, 6:51 Uhr
geschrieben von Lukas Hartmann

Affen abseits des Multisports im Geschwindigkeitsrausch

Am Samstag, den 19. September fand die bereits 10 Auflage des ASVÖ King of the Lake, ein europaweites einzigartiges Einzel- und Mannschaftszeitfahren rund um den Attersee statt. Bei dem vom Radsportverein Atterbiker.at organisierten Zeitfahren, starteten heuer trotz strenger Corona-Auflagen 1.395 dem Geschwindigkeitsrausch verfallene Radfahrer/Innen. Das stark besetzte Teilnehmerfeld, konnte sich über perfekte Bedingungen freuen und die komplette Rundstrecke um den Attersee, im Uhrzeigersinn gefahren, mit 47,2km Länge und 280 Höhenmetern, mit Vollgas in Angriff nehmen.

Unsere Beteiligung hat jedoch schon viel früher mit viel Glück und Verstand begonnen, denn Julia hat bereits am 13. März d.J. das kleine Zeitfenster erfolgreich genutzt, und einen der beliebten Startplätze ergattert. Die Einzelstartplätze waren nach 6 Minuten, die 4er Team-Startplätze nach 20 Minuten AUSVERKAUFT!
Wir starteten als 4er Mixed Team, wobei für diese Wertung mindestens 3 Teilnehmer und davon mind. 1 Dame das Ziel erreichen müssen. 70 Herren-, 8 Damen und 18 Mixed 4er Teams gaben sich neben den Einzelstartern sowie der 10er-Jubiläumsmannschaften, die Ehre.

Für Julia & Christian war es bereits die 3 Teilnahme, für Ralph und mich, die Neulinge im 4er Team, eine Premiere. (Danke nochmals an Julia&Christian für´s Auf- und Mitnehmen) Erste gemeinsame „Rad an Rad“ Annäherungen fanden dann im Sommer auf der Donauinsel im Cyclodrom statt. Nach 2 Kreiseltrainings mit Abstimmung der Positionen und Rennkommando,s fuhren wir zuversichtlich vergangenes Wochenende Richtung Attersee. Neben der sportlichen Herausforderung, empfing uns dort traumhaft schönes Herbstwetter am See, welches uns auch unverzüglich in den Sattel stiegen lies um die Strecke kennen zu lernen und die Beine auf den Renntag einzustimmen.

Nach einer „Corona-gerechten“ Pasta Party im kleinem Kreis, letztem Aero-Radtuning, Rad-Streicheleinheiten sowie tief technischen Gesprächen & Erkenntnissen rund um Fahrräder bzw. Profilmuster auf richtig und falsch montierten Reifen (Zwinker), ließ uns die kühle Landluft gut schlafen.

Der „Race Day“ startete stressfrei, denn die Start-Rampe sollten wir erst um 13.32 verlassen. Das sehr gut organisierte Event (heuer leider Corona bedingt mit weit weniger Zusehern, Festzelt, usw.) startet und endet in Seewalchen, gut 10min mit dem Rad von unserem Quartier entfernt. Nach kurzem Aufwärmen und Einrollen machten wir uns auf den Weg in den Startbereich, in dem wir mit unserem „King of The Lake Team-Outfit by Bioracer“ viele Blicke auf uns zogen! (Die Outfits gab es zur Jubiläums Edition heuer erst zu kaufen und anscheinend waren wir die einzigen, die daran gedacht haben, damit zu starten – immerhin wurden wir dadurch gute 5km vom Kameraauto begleitet – 2 sec.!! davon sieht man immerhin im KOTL 2020 ShortCut Video)

Letztendlich ging es dann rasch: letzter WC Stopp, Anstellen, rauf auf die Rampe, 10,9,8,… , Teamvorstellung, 3, 2, 1 und LOS!
Wie abgesprochen wurde fleißig gekreiselt, ordentlich gepusht und der See flog rechter Hand an uns vorbei. Der Retourweg bzw. die zweite Hälfte war doch fordernder, da sich dort beinahe alle Höhenmeter, meist bei Gegenwind, befinden. Mit mehr oder mehr weniger frischen Beinen (Anm. Ralph hatte ja doch gerade erst vor 2 Wochen seine erste LD gefinished!!!) ging die Runde mit der Abfahrt in Seewalchen und einem fulminanten Zielsprint von fast 50kmh, voll mit Adrenalin und Laktat, zu Ende. „ECHT GEIL – NÄCHSTES JAHR WIEDER!“
Mit einer Zeit von 1:14:40 und knapp 38kmh Durchschnitt wurden wir 12. von 18. gestarteten Mixed Teams. Sieger in der Wertung wurde das Team vom Olympiastützpunkt Salzburg mit 1:04:48.
Zum „King of the Lake“ in der Einzelwertung krönte sich der deutsche Tobias Häckl in einer Zeit von 00: 58:58 und damit mit 48kmh Schnitt! Die „Queen of the Lake“ wurde seine Landsfrau Lisa Brömmel in einer Zeit von 1:05:43 und 43,1kmh Schnitt.
(Ergebnisse und Veranstaltungsdetails findet Ihr auf: www.kotl.at)
Der Nachmittag wurde noch damit verbracht, bekannte Gesichter und Freunde aus dem Multisportbereich aus Wien anzufeuern und einzuklatschen und ja, nachdem unsere Wettkampf- Saison nun doch dem Ende zugeht, ein oder zwei Radler oder Bierchen getrunken.

Vor der Heimreise, wurde Der Sonntag noch für eine gemeinsame 80km Rad-Ausfahrt zum Mondsee genutzt. Die geplante Freiwassereinheit ging dann doch aufgrund von Bodennebel und 14 Grad Außentemperatur baden!
Für Radaffine Triathleten ist der KOTL, soweit man einen Startplatz bekommt, auf jeden Fall eine Reise wert und wer am Ende der Saison noch starke Beine hat, definitiv weiter zu empfehlen. (Termin nächstes Jahr: Voraussichtlich 18.9.2021)

Video (0:12-0:14): https://www.facebook.com/1604063829879208/posts/2814122392206673/?vh=e&extid=rDBx2jMvLgNj173q&d=n

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