Simone is back...
…der Triathlon hat mich wieder
Nach gut über 2 Jahren Abstinenz von Triathlonwettkämpfen und gezieltem Training war es am 11.05.2024 nun so weit. Beim 37. Triathlon Ober-Grafendorf bin ich in meine Ironmansaison gestartet. Für mich standen zur Vorbereitung 2 olympische Distanzen und keine Halbdistanz am Plan.
Mit großen Selbstzweifeln die Tage davor, viel Druck und einem nervösen Magen gings zum Bewerb. Zum Glück nicht allein - ebenso am Start waren
Johann Vodivnik und Stefan Ceipek. Stefan war einfach total relaxt und ist mit dem Zug und Rad angereist. Johann top motiviert, um seine PB (2:30 h) auf der olympischen Distanz deutlich zu unterbieten. Motiviert war ich auch, als aber bald klar wurde, dass in der Wechselzone Holzplätze sind, wo man sein hinteres Laufrad “reinstecken” musste, ist die Begeisterung mal kurz verflogen. Natürlich war bei mir der Abstand viel zu eng, Dank eines Helfers konnten die Holzlatten schnell neu versetzt werden. Anschließend den Wechselzonenplatz eingerichtet und gebetet, dass man keinen Platten vorfindet nach dem Schwimmen. :)
Gestartet wurde dann in 3 Blöcken. Zuerst die Männer bis AK 34-39, dann die Damen und anschließend die Herren ab AK 40. Das Damenfeld war sehr klein und überschaubar - nur 18 Starterinnen. Als dann endlich der Startschuss erfolgte, begann mein gemütlichster Schwimmstart in die Triathlonsaison. Mit viel Freude und einem guten Armzug vergingen die 2 Runden, mit kurzem Landgang, wie im Flug. Als 5. Dame wechselte ich auf die Radstrecke. 4 Runden mit einem leichten, langgezogenen Anstieg waren zu absolvieren. Zum Abschluss standen noch die 10km Laufen - aufgeteilt auf 3 Runden - am Programm. Die Laufstrecke war recht abwechslungsreich, zuerst um einen Teil des Sees mit Schotter und Wiese und anschließend auf Asphalt. Anfangs etwas zu schnell losgestartet, Tempo rausgenommen und am Ende geglaubt, dass das Tempo kein 5er-Schnitt mehr ist.
Das Gefühl täuschte und so gings nach 2:28 h als 6. Dame und 2. in der Altersklasse ins Ziel. Einstand also erfolgreich gemeistert. :) Johann hat seine PB mit einer Gesamtzeit von 2:17 h deutlich unterboten und auch für Stefan war es mit einer Finisherzeit von 2:45 h ein solider Vorbereitungswettbewerb für St. Pölten.
https://www.pentek-timing.at/results/2024/14502-01.pdf
Eine kurze Taperingwoche später war es Zeit für die
olympischen Distanz beim Apfelland-Triathlon am Stubenbergsee. Dieses Mal hoch motiviert, noch einmal eine gute Leistung abzurufen und zu schauen, was derzeit so möglich ist. Nervosität kam erst so richtig auf, als es ums Neoanziehen ging und feststand, dass das Starterfeld doch um einiges größer war als in Ober-Grafendorf und zusätzlich ein Massenstart beim Schwimmen erfolgt. Also hieß es mal wieder: Kopf aus, einfach weiter hinten und an der Außenseite einreihen. Ab der 3. Schwimmboje hat es dann angefangen, so richtig entspannt zu werden - davor war es eher ein Aufholen und Einholen anderer Schwimmer. Anfangs noch gedacht, dass die Schwimmzeit aus Obergrafendorf (24:19 Minuten) leicht zu schaffen sein sollte, habe ich den Gedanken beim Schwimmen komplett verworfen. Raus aus der Wechselzone und rauf aufs Rad, gepusht von den ganzen Anfeuerungen (Johann hat mir da schon zugerufen, dass die Schwimmzeit voll gut war - letztlich 22:59 Minuten), gings auf die 2 selektiven Radrunden. Hier hat sich dann die Ironmanvorbereitung bemerkbar gemacht. Bergauf in einem soliden Tempo, aber um über die kleinen Hügel drüberzudrücken fehlt es einfach an Kraft. Das Radeln hat sich gut angefühlt, hätte aber etwas kraftvoller sein können. Nachdem die Beine nicht so zerstört waren, war der Laufschritt bis zum Ziel einfach mega - zumindest gefühlt. Beim Laufen waren ebenfalls 2 Runden zu absolvieren.
Happy im Ziel mit 2:41 h und als insgesamt 14. Dame bzw. wiederum 2. in der Altersklasse gut angekommen. Vielen Dank auch an Susanne (diese ist selbst ebenfalls gestartet und hat das Ziel in einer tollen Zeit von 3:43 h erreicht) und Roman fürs Anfeuern, das gemütliche Tratschen vor dem Start und die geteilte Nervosität :).
Voller Euphorie, Motivation und guter Laune gings weiter nach Klagenfurt. Am Sonntag stand für mich nun endlich auch die Streckenbesichtigung für den Ironman am Plan mit 150 Radkilometern. Die landschaftlich super schöne,90km-Schleife verging, bei nicht unbedingt besten Windbedingungen, total schnell. Trotzdem gabs einen kleinen mentalen Einbruch nach 90 km. Ob es doch noch einmal die 60km-Schleife über den Rupertiberg wird, war ich mir nicht mehr sicher. Stur wie ich bin sollte es zumindest noch mal bis zum Kreisverkehr, wo die Abzweigung Richtung St. Egyden ist, gehen. Schon nach kurzer Zeit am Ufer entlang des Wörthersees waren jegliche Zweifel verworfen, beim Kreisverkehr angekommen hat sich auch die Frage nach einer Umkehr gar nicht mehr gestellt. Ein 2. Mal also hoch auf den Rupertiberg, dieses Mal mit Johann hinter mir - der wollte sichergehen, dass ich ja nicht aufhöre zu treten. Oben beim Wasserbrunnen angekommen, noch einmal eine kurze Pause mit Fotostop, einem fetten Grinser und voller Elan wartete nur mehr die Abfahrt, bei nun viel besserem Wind, auf uns. Mit 150 km, viel Selbstvertrauen, einem tollen Wettbewerb, großer Motivation und Energie ging´s an die Heimfahrt nach Wien, auf der die tollen Monkeys-Ergebnisse auf der Halbdistanz beim Apfelland-Triathlon analysiert wurden und die letzte harte Trainingswoche für mein Ironman-Debüt geplant wurde.
Simone is back!