IM Cervia - Emilia Romagna
Manchmal muss man die Dinge einfach nehmen wie sie kommen.
Ich war, dank Matthias Müller, auf den Ironman in Cervia 2024 wirklich gut vorbereitet. Trotz Wellengang muss ich sagen, dass ich mit meiner Schwimmzeit von 1:40:42 sehr zufrieden bin. Dreimal hab ich eine saftige Kopfnuss bekommen und die Leute haben sich sogar entschuldigt! Nach der ersten Wendeboje hätte ich sogar fast mein Chipband verloren. Ein netter Helfer am SUP hat es mir dann gleich wieder montiert. Aber wie gesagt, man glaubt ja nicht wie lange 3,8 km im Meer bei Wellen sein können. Einige können mir das sicher bestätigen.
Raus aus dem Wasser und schnell zum Bike. Da ich die Startnummer 766 hatte, musste ich fast 1,5 km zum Rad laufen. Mit angezogenen Radschuhen. Das ist auch recht weit. Die Wetterbedingungen waren gut und ich fühlte mich auch fit. Ging ja wunderbar und den Bertinoro musste ich auch zweimal fahren. Auf der zweiten Runde sind einige abgestiegen und haben das Rad geschoben. Ich nicht. Das ist übrigens der einzige Anstieg und die einzige Abfahrt vom ganzen Bewerb, den Rest kurbelt man ständig.
Nun kam leider der Einbruch. Ich weiß es nicht ob es das viele Salzwasser war das ich geschluckt hatte, oder meine neuen Medikamente (Immunsuppresiva wegen meiner Autoimmunerkrankung), mir war unglaublich übel und ich konnte mich auf den letzten 40 Radkilometern nicht mehr ernähren. Natürlich lässt dann auch die Kraft nach und dazu kam noch ein feiner Gegenwind dazu.
Ich beschloss für mich, dass ich mal versuche eine Runde (10 km) zu laufen und zu schauen wie es mir geht. Da ich mich immer noch nicht erfangen hatte, und, ohne Mampf kein Kampf, beschloss ich somit den Bewerb zu beenden.
Ich bin weder traurig noch enttäuscht über mich. Ich habe es versucht, und hab gemerkt es geht einfach nicht immer wie man sich das vorstellt. Da ich auch auf meinen Körper hören und aufpassen muss, war das für mich die richtige Entscheidung. Jetzt weiß ich aber, dass mein Darm die Belastung aushält und das freut mich am meisten. Wie ich das mit der Versorgung während einer Langdistanz mache, werde ich herausfinden.
Danke an meinen Schatz Martin Stutz für deinen unermüdlichen Support und für dein Verständnis und deine Unterstützung beim Training.
Danke nochmals an Matthias Müller für deine Unterstützung und Geduld und für die super Trainingspläne.
Ich freue mich schon auf die nächste LD, das wird bestimmt wieder ein Finish!