Der Sports Monkeys Triathlon Club

Südkärnten Triathlon-MD

15. September 2026ca. 4 Minuten Lesezeit

Aller guten Dinge sind fünf.

Später als sonst habe ich mich im Frühjahr dazu entschieden, doch wieder bei meiner Heim-Mitteldistanz am Klopeiner See anzutreten. Nach dem Ironman im Vorjahr lag der Fokus heuer primär auf diversen Radmarathons, mit dem Kitzbüheler Radmarathon (215 Km, 4200 Hm) als Highlight.

Eine Woche nach dem Kitzbüheler Radmarathon stand nun die Mitteldistanz beim Südkärntner Triathlon an. Wirklich gezielt darauf vorbereitet habe ich mich nicht und hatte daher auch keine besonderen Ziele außer Spaß zu haben – das war in Anbetracht der anspruchsvollen Radstrecke (windanfällig mit einem steilen Hügel, 4 Runden) und Laufstrecke (steiler Hügel, 4 Runden) gar nicht immer so einfach. Einfacher gemacht haben es da die zahlreichen Anfeuerungen auf der Strecke, da man selbst bei einem eher kleineren Triathlon den aktuellen Triathlon-Boom merkt.

Vor dem Schwimmen gabs noch ein gemeinsames Foto mit Moritz Kopeinig, für den seine erste Halbdistanz am Programm stand (das Foto findet hier keine Aufnahme, da es sonst wieder eine Rüge von Rudi gäbe).

Das Schwimmen selbst war heuer mein erstes Schwimmen mit Neo, dementsprechend hat es sich auch angefühlt – nach etwas mehr als 32 Minuten war es geschafft, womit ich etwas langsamer als in den Jahren zuvor war. Als ich aus der Wechselzone gelaufen bin, kam mir auch schon Moritz entgegen, der ein extrem starkes Schwimmen hatte.

Das Radfahren hat sich vor allem auf der ersten Runde sehr bescheiden angefühlt, aber zumindest wurde ich so gut wie nie überholt, was mir wiederum ein gutes Gefühl gab. Ein noch besseres Gefühl haben mir die Menschenmassen gegeben, die einen immer beim Anstieg am Beginn der nächsten Runde angefeuert haben. Nachdem sich irgendwann auf der 3. Runde der untere Rücken gemeldet hat und ich begonnen habe, die windanfälligen Flachstücke zu verfluchen, habe ich mich jedes Mal schon auf den steilen Anstieg gefreut, da ich hier zumindest meinem Rücken und meinem Kopf etwas Erholung verschaffen konnte – für die Beine galt es hier aber harte Arbeit zu verrichten, was sie bravourös gemeistert haben. Am Ende des Radfahrens stand eine Zeit von 2:31:11, was somit schneller war als in den Jahren zuvor.

Das Laufen konnte ich nicht wirklich einschätzen, wusste aber, dass eine Zeit unter 1:30 h schwierig werden würde. Angefeuert von diversen Bekannten und Unbekannten an der Strecke konnte ich aber mein Tempo über alle vier Runden konstant halten und auch den steilen Hügel viermal laufend bewältigen – nachdem Simone sich am Hügel platziert hatte, war dies Motivation genug, um nicht zu gehen. Vor Antritt der vierten Laufrunde wusste ich, dass es eine sehr zufriedenstellende Zeit werden müsste und konnte die letzte Laufrunde daher genießen. Bei Kilometer 17 standen Helfer:innen mit einer Musikbox, aus der zu dem Zeitpunkt die Titelmusik des Sandmännchens erklang – mein Kommentar „fragwürdiger Musikgeschmack“ erheiterte die Helfer:innen, wodurch ich irgendwie auch nochmals beflügelt wurde. Auf den letzten Kilometern beschleunigte ich nochmals und überholte dabei sowohl Moritz als auch meinen Schwager, der seine erste Olympische Distanz bestritt, und lief glücklich ins Ziel.
Im Nachhinein betrachtet waren diese letzten schnellen Kilometer Gold wert:
Im letzten Jahr in der Altersklasse M30-34 und beim fünften Antritt bei meinem Heimrennen erreichte ich das Stockerl, und das um ganze 7 Sekunden.

Am Ende stand eine Gesamtzeit von 4:41:46 und die Erkenntnis, dass Rennen ohne besondere Erwartungen manchmal besonders erfolgreich sind.

Ergebnisse:
https://balancer.pentek-timing.at/results.html?pnr=14748&cnr=1

Johann Vodivnik
geschrieben von Johann Vodivnik

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