Ein Weg mit Covid 19

22. März 2020, 17:09 Uhr
geschrieben von Alexandra Hahn

In der aktuellen Situation haben viele Menschen sehr, sehr viel zu tun und leisten Übermenschliches, wofür ich mich dafür ganz ganz tief aus meinem Herzen bedanken und den Hut vor Ihnen ziehen möchte!

Es gibt aber auch viele Menschen, die zuhause sein dürfen, zuhause sei müssen, die „ENDLICH“ Zeit für sich haben. Endlich? Da tauchen dann Fragen auf wie: Wer braucht mich? Ist mein Beruf wert- und sinnvoll? Bin ich schlechter oder besser als andere? Wie beschäftige ich mich jetzt? Wem kann ich helfen? …und viele Gedanken mehr!

Einige dieser Fragen kann man sicherlich mit sinnvollen und helfenden Taten beantworten! Nachbarschaftshilfe, Eintrag der eigenen Person in diverse Online-Hilfsdienste und diversen Plattformen der Solidarität, Grätzlehilfe etc. Hier merkt man wie großartig die Menschen in Notsituationen füreinander da sind und was sie füreinander übrig haben. Das erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit.

Es sucht wohl auch jeder in dieser noch nie so dagewesen Zeit seinen Platz, wie und wo er unterstützen und helfen kann und ja auch unterhalten kann. Viele nutzen die Zeit für Dinge im Haus, im Garten, der Wohnung etc. zu ordnen, zu putzen, auszumisten und vieles mehr.

Sozialkontakte auf den diversen Online-Kanälen werden zahlreich genutzt und dadurch sicher auch auf ihren Wert evaluiert.

Tja, viel zu tun oder nicht?!?

…und hier kommt dann noch ein Weg – und ja es ist mein ganz persönlicher Weg – ins Spiel:

Bedingt ganz sicher durch mein Alter (wobei Midlifecrises sollte ja schon vorbei sein?!?) ist das Kind außer Haus, Enkelkinder gibt es noch nicht und die dürfte ich dann vielleicht eh gar nicht sehen, die Wohnung ist klein und überschaubar und eh immer ausgemustert und mehr oder weniger geputzt – kommt ja derzeit eh kein Besuch ;-), Hilfe braucht derzeit trotz Angebot auch so scheint niemand und die sozialen Kontakte werden sogar mehr als sonst gepflegt, diversen Hobbies wird nachgegangen und Bücher werden gelesen. Der Beruf fordert derzeit nicht großartiges, Yoga-Videos gibt es einerseits genug im Netz und leider lässt das eingeschränkte eigene Equipment auch keine „Yoga mit Alex“ -Videos zu und so bleibt wohl Zeit für die in den letzten Jahren vernachlässigte Zeit für sich selbst übrig?!?

Es mag in Zeiten wie diesen egoistisch, dekadent oder auch als „hat die nichts besseres zu tun“ gesehen werden können, möchte ich doch mit diesem Artikel etwas mitteilen (hihi eh klar, sonst würde ich ihn ja nicht schreiben ;-) )

So habe ich für mich festgestellt, dass es wohl an der Zeit ist, das Projekt Selbst-Hygiene zu starten - keine Sorge, geduscht bin ich – meine Werte zu hinterfragen, Innenschau zu betreiben, Inne zu halten, das innere Team zu finden, das innere Kind wiedermal zu besuchen und zu befragen, zu meditieren, Motive zu erforschen und Gewohnheiten zu überdenken und zu hinterfragen. Vielleicht ändern zu versuchen oder zu verstärken. Ideen und Wünsche (welche waren das nochmals mit 20/30/40?) wieder zu entdecken, neu zu entdecken oder sie gegebenenfalls auch zu verwerfen! So viel was in mir drinnen zu sein scheint und gesehen werden will! Universen tun sich da auf und ja, auch Abgründe…die verrat' ich aber nicht!

…und weil mich derzeit die Welt im Außen nicht so zu brauchen scheint, darf ich eine ganz neue, lustige, traurige, verwirrte, wissende, chaotische, strukturierte, kindliche, alte, ganz neue, total bunte Welt in meinem Inneren entdecken.

Ich hab nach langer Abwesenheit anscheinend viel zu tun da drinn…

Wenn Ihr mich sucht, ich bin mal auf einer Reise zu mir selbst! Mitreisende erlaubt und gern gesehen.

Ein Weg von vielen – wohl mein ganz persönlicher Weg derzeit!

P.S.: Das Chinesische Zeichen für Krise besteht aus zwei Teilen:

Eines bedeutet Gefahr und das andere aber Gelegenheit!

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