Der Sports Monkeys Triathlon Club

Ironman 70.3 St. Pölten

2. Juni 2019ca. 6 Minuten Lesezeit

Der Ironman

Unter der Marke Ironman veranstaltet die chinesische Wanda-Gruppe Triathlon-Langdistanz-Rennen – 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42,2 km Laufen, insgesamt 226,2 km bzw. 140,6 Meilen. Diese Art von Wettkämpfen wird weltweit in nahezu identen Settings (Web-Auftritt, Equipment, Zieleinlauf, der Kommentator, etc.) abgehalten. Ironman 70.3 ist der Halb-Ironman mit 1,9/90/21,1 in Summe 113,1 Kilometer oder eben 70,3 Meilen. Über eine coole App kann man die Teilnehmer/innen und ihren momentanen Fortschritt auf der Strecke tracken und Zeit, Kilometer, Platzierung verfolgen, was von der Monkey-Gemeinde auch kräftig genutzt wurde.

Das Rennen

Bei wesentlich besserem Wetter als zuletzt und vor allem angenehmen Wassertemperatu-ren starteten 8 Sports Monkeys beim Ironman 70.3 in St. Pölten: bereits um 7:25 stürzte sich Thomas Spreitzer, der ebenso wie Michi Pober am Vortag noch den Cross-Triathlon in Inns-bruck bestritt und dort eine Spitzenleistung ablieferte (http://tri.sportsmonkeys.at/news.php?id=205) ins mit 17 Grad geradezu warme Nass, ge-folgt von Rene Adler, Thomas Schmit und unserem sehr sympathischen Neuzugang Robert Schlederer sowie Andrea Sutrich, Michi Pober, Sabine Mühl und Langstrecken-Routinier Vladimir Lyssenko. Das Besondere am St. Pöltener Halb-Ironman ist die zweigeteilte Schwimmstrecke: rund 1 000 m im Viehofner See, dann ein rund 250 m Landgang, der in den Ratzersdorfer See mündet. Im Gesamt-Swim-Split ist somit auch ein Laufteil enthalten, der über eine Brücke führt. Zuweilen staut es dort!

Nach dem Schwimmen hinein in die Wechselzone, zu den Radsackerln. Anders als bei na-tionalen Bewerben muss bei den Ironman-Veranstaltungen nämlich das Equipment der je-weiligen Disziplin - Radhelm und - brille, ggfs. entsprechende Bekleidung sowie Laufschuhe - in ein eigenes (Plastik)Sackerl deponiert werden. Das Auffinden deines Sackerls an riesi-gen Ständern mit geschätztem Puls von 170 stellt die vierte Disziplin dar! Wichtig ist daher, sich bereits beim am Vortag vorzunehmenden Bike-check-in die eigene Nummer und die genaue Position deiner Sackerln einzuprägen, genauso wie die Position des Rades. Ge-funden! Helm auf und auf's Rad! Die ersten 30 Kilometer bis nach Traismauer Nord auf der Autobahn. Mit Rückenwind, breiter Fahrbahn und perfektem Belag ein Genuss. Anschlie-ßend der erste Anstieg nach Krustetten mit 150 m Höhendifferenz. Für die wunderbare Aussicht auf das Donautal bleibt leider keine Zeit. Hinunter und dann entlang der Donau rund 30 km durch malerische Ortschaften, teilweise mit starkem Gegenwind bis nach Ag-gsbach, wo die Strecke bei Kilometer 60 in Richtung Dunkelsteiner Wald abzweigt. Der ge-fürchtete, weil stetige, Anstieg nach Gansbach - Höhendifferenz 350 m - wird mit einer Labestation und herrlichen Abfahrten belohnt. Weiter nach Obritzberg, einem kleinen An-stieg bei Kilometer 78 und dann die Schlussetappe nach Süden in Richtung St. Pölten, dem Ziel - in diesem Falle bei kräftigem Gegenwind. Egal, die Laufstrecke ruft, zuvor will jedoch das Laufsackerl gefunden werden. Der zwei Mal zu laufende Rundkurs führt von der Sporta-rena entlang der Traisen ungefähr 2,5 km ins historische Zentrum von St. Pölten und wieder zurück und hatte mehrere Labestationen mit Verpflegung, Getränken und Schwämmen, die bei 28 Grad und starker Sonneneinstrahlung wirklich hilfreich waren. Ein großes und herzliches Dankeschön an den Support dort, ihr wart großartig!!

Im Ziel wurden wir von Familienmitgliedern und Freunden sowie den extra aus Wien anger-adelten Monkeys Alex, Kathi und Ralph – die dadurch mit über 170 Gesamtkilometern ei-nen Radmarathon absolvierten! - euphorisch angefeuert und gefeiert und haben dann die wohlverdienten (ja, auch prozenthaltigen) Elektrolytgetränke genossen.

Unsere Teilnehmer/innen

Thomas Spreitzer, "crazy Tom" wegen seines Doppelstarts bei zwei so heraus-fordernden Wettkämpfen, zeigte einmal mehr seine herausragende Form: Finish in 4:51, wie erwähnt, mit der Anstrengung tags zuvor mehr als beachtlich. Herzliche Gratulation!

Rene Adler - nach solider Schwimmleistung und problemlosem Wechsel - zau-berte auf seinem neu gestalteten Zeitfahrrad mit hinterem Laufrad im Affendesign eine sensationelle Radzeit auf den Asphalt! Schon von Beginn an gut in den Rhythmus gekom-men, konnte er die ganzen 90 km konstant Druck machen und bereits nach 2:40 in die Laufschuhe wechseln. Durch das neu designte Scheibenrad kam er bei der Bergabfahrt im zweiten Drittel der Radstrecke auf eine Maximalgeschwindigkeit von 80.8 km/h. Den Lauf-teil legte er hinsichtlich des Starts beim Ironman Hamburg etwas ruhiger an und konnte den Bewerb in für ihn überraschenden 5:10 beenden. “Diese Distanzen sind für einen Mann in den besten Jahren besser geeignet als das hektische Gesprinte :-D (O-Ton Rene)”.

Nach seinem Langdistanz-Debüt voriges Jahr in der Kärntner Heimat war für Thomas Schmit der IM 70.3 St. Pölten der heurige Hauptwettbewerb. Nach 5:20 kam er et-was später als erhofft ins Ziel, eine respektable Halbmarathon-Zeit bildete jedoch auch für ihn einen versöhnlichen Abschluss des Bewerbes. Auf der Ziellinie konnte man schon fast ein Lächeln erkennen.

In ausgezeichneten 5:38 (Rang 11 AK) finishte Sabine Mühl und konnte damit ihr Vorjahresergebnis knapp nicht unterbieten. Den Rad-Part absolvierte sie in 2:58, der Laufteil fiel mit 1:46 für sie härter aus 2018, was vermutlich dem gerade überstandenen Magen-Darm-Virus geschuldet war. Trotz allem war es für sie ein toller Bewerb! Sabine, top Leistung, Gratulation!!

Robert Schlederer war nach vielen Jahren wieder über eine längere Distanz am Start und nach einem harten Halbmarathon zufrieden, da er schneller als erhofft das Ziel erreichte.

Trotz der Hitze beim Laufen bestritt Langdistanz-Routinier Vladimir Lyssenko den HIM in gewohnt souveräner Weise und schrammte mit 5:57 nur knapp an den Top-10 in der M60 vorbei, wir gratulieren herzlich!

Für Michi Pober war es hingegen die erste Halbdistanz und dies nur einen Tag nach der extremen Vorbelastung des Cross-Tris in Innsbruck - was für ein Leistung! Mit 6:10 Gesamtzeit unter diesen Bedingungen - Vorbelastung, Wind, Hitze - zeigt Michi ihre Aus-dauer, Schnelligkeit und Kopfstärke! Herzliche Gratulation zum gelungenen Debüt!

Für Andrea Sutrich war es nach der Obertrumer Regenschlacht 2018 bereits die zweite Halbdistanz, diesmal bei guten und wärmeren Bedingungen. Ihre Wunschzeit hat sie zwar verfehlt, sie kam dennoch lächelnd ins Ziel und hat den Wettbewerb genos-sen.

Leider konnte Daniela Petrik aufgrund einer hartnäckigen Entzündung nicht bei ihrer ersten Halbdistanz starten, Kopf hoch, Dani, es wird schon noch!

Kurz gesagt…
Lohnende Strecke, gute Bedingungen, Verpflegung top, super Leistungen, großartiges Er-lebnis. St. Pölten: wir kommen auch ohne der Marke Ironman wieder und nehmen die Challenge auf uns!

geschrieben von Andrea Sutrich/Thomas Spreitzer

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