Vulkanland Sprint Triathlon
Bericht über einen äußerst familiären und urigen Triathlon in atemberaubender Kulisse. Ein einzelner Monkey mit Startnummer 54 reiste in die Nähe seiner Heimat, um bei seinem allerersten Triathlon das von steirischen Vereinen dominierte Feld aufzumischen.
Sonntagmorgen des fünften Mais, 19° C Wassertemperatur, strahlend blauer Himmel, ein leichtes Lüfterl zieht durch die engen Täler entlang den saftig grünen Riedelrücken des hügeligen Vulkanlandes. Streckenverlauf mit stetigem Blick auf die majestätisch auf einem schroffen Vulkankegel thronende Riegersburg. Es ist angerichtet für ein perfektes Rennen.
Mit einem rollenden Landstart stürzen sich die Athlet:innen hinein in den entzückenden Teich am Fuße des Vulkankegels. Im Zickzack drei Mal durchquert geht es nach einem für das zahlreich erschienene Publikum attraktiven Landgang erneut ins Gewässer, um es weitere zwei Mal zu durchqueren. In der dichten Menge im Wasser geht es trotz oder geraden wegen der vielen Kehren hart aber fair zu
Raus aus dem Wasser und entlang der Uferpromenade eilen schon die Führenden nach dem Schwimmen in die Wechselzone, um sich auf ihre schnittigen Räder zu werfen. Ehe die Radschuhe festgemacht sind, geht es bereits steil bergauf vorbei an der Riegersburg und nach einem kurzen bergab Stück die durchschnittlich 8,7 prozentige Steigung der „Riegersburger Leitn“ hinauf. Den Hügel erklommen heißt es nun am flachen bis leicht steigenden Stück strampeln, um wieder Fahrt aufzunehmen, und bei den zahlreichen Kurven vorbei an Zotter und Gölles die ideale Linie finden. Überall an der Strecke feuern Fans lautstark an und verhelfen zu einer noch höheren Leistung. In Höllentempo rasen die Athlet:innen dann die kurvige Straße den Hügel wieder hinunter und nach einem scharfen Abbieger ein Flachstück entlang Richtung Wende. Mit leichter Variante im letzten Flachstück geht es nun denselben Weg zurück: den Hügel abermals steil hinauf, mit Tempo oben entlang und mit Obacht die scharfen Kurven hinunter Richtung Wechselzone am Fuße des Vulkankegels. Nach exakt 19,75 Kilometern und 338 Höhenmetern am Rad warten zum Abschluss fünf Kilometer und 82 Höhenmeter auf der Laufstrecke.
Kaum aus der Wechselzone rausgelaufen führt die Laufstrecke vom Teich einen Weg mit durchschnittlich 10,4 prozentiger Steigung hinauf in den Ort Riegersburg, über die Zufahrtstraße wieder zurück hinunter zum Teich und in einer Schleife entlang der von motivierten und motivierenden Fans umsäumten Promenade wieder zurück. Das Ganze gilt es zweimal zu absolvieren, ehe das wohlverdiente Ziel am Ufer unter tosendem Applaus erreicht ist.
Mit beeindruckenden Zielzeiten schaffen es vor allem steirische Vereine, mit ihren Topathlet:innen aufzuzeigen und bei einem der ersten Kräftemessen in der noch jungen Saison zu beweisen, wie hart sie in den Wintermonaten auf die Saisonziele hingearbeitet haben. Doch auch internationale Starter:innen und Vereinsmitglieder aus dem Rest Österreichs sind im Feld zahlreich vertreten.
Bei der Siegerehrung werden die Schnellsten mit dem Kraftelexier der Steirer – dem schwarzen Gold – belohnt. Danach lockt das Seehaus in seinen Gastgarten am Steg mit Blick auf die Riegersburg mit regionalen Schmankerln – Vulcano Schinken und steirische Bachforelle, dazu bernsteinfarben leuchtender Grauburgunder: Ist größerer Genuss nach dem Wettkampf denkmöglich?
Und so geht allmählich, ohne Zwischenfälle ein aufgrund perfekter Organisation reibungslos abgelaufener Wettkampftag mit filmreifer Kulisse zu Ende.
Chapeau und großer Dank an den HSV Feldbach!
Die Ergebnisse findet ihr hier
https://my.raceresult.com/247113/results
Die Veranstaltung hier
http://www.vulkanlandtriathlon.at/neu/