Challenge Roth 2025
HOME OF TRIATHLON...
...Home of Triathlon – ein Beiname, der dem Bewerb echt alle Ehre macht.
Meine bisherigen Langdistanzen waren beide in Klagenfurt & ich fand die Atmosphäre dort großartig und habs voll genossen. Aber das, was hier in Roth abgeht, ist nochmal eine andere Dimension! Das muss man echt mal erlebt haben – ob als Fan oder als Teilnehmer.
Schon allein die Stimmung vorab beim Schwimmtraining im Kanal am Vortag, oder am Renntag dann in der Wechselzone – großartig. 1000 superfreundliche Helfer, alles sehr entspannt.
Das Schwimmen im Kanal ist zwar verglichen mit dem Wörthersee eher Kategorie „Naja“, ist aber trotz Neoverbot -
(zum ersten Mal in der Geschichte von Roth) gut machbar.
Nach 1:20h geht’s zackig durch die Wechselzone - super kurze Wege, alles perfekt organisiert & schon geht’s raus auf die Radstrecke.
Irgendwie hab ich für mich gedanklich abgespeichert, dass Roth eine schnelle Radstrecke ist – naja, es gibt zwar keinen Rupertiberg, aber dafür unzählige kleine Schupfer und Hügerln. Alle gesäumt von unzähligen Zuschauern, die mächtig Stimmung machen und anfeuern. Absolutes Highlight ist natürlich der Solarer Berg. Ich hab schon viel davon gehört, viele Videos gesehen & war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob mir das taugt, wenn die Zuschauer so nahekommen. Was soll ich sagen – es ist unbeschreiblich! Wenn man auf diese Wand von Menschen zufährt, die einen den Anstieg rauf motivieren, bleibt einem fast die Sprache weg. Man merkt gar nicht, dass es bergauf geht ;) Selbst auf der zweiten Runde war immer noch mächtig was los dort. Mit 5:51h ist sich dann doch ein, für mich, super Radsplit ausgegangen.
Die zweite Wechselzone ist echt ein Erlebnis für sich, inklusive Full-Service-Angebot: das Rad wird dir abgenommen, regelrecht aus der Hand gerissen, deine Startnummer schallt durchs Mikro und schon streckt dir jemand deinen Wechselbeutel entgegen. Eine freundliche Helferin übernimmt das Beutel aus- und wieder einräumen und würde mir sogar Socken und Schuhe anziehen – was ich dann doch dankend abgelehnt habe.
Die Laufstrecke hat landschaftlich nicht so viel zu bieten wie die Radstrecke, aber auch hier Tausende Zuschauer am Streckenrand! Die ersten 25km gehen großteils auf Schotter am Kanal entlang – eh ok, aber mental doch recht fordernd. Aber dank einigen Monkey-FlyBys auf der Strecke und am Rand beim Anfeuern läuft der erste Halbmarathon recht gut. Zurück in Roth, wird’s zäh, Kopfsteinpflaster im Stadtzentrum und der Anstieg nach Büchenbach bei KM32-34 hängt sich rauf und auch runter ziemlich rein. Trotz überschauerbarer zweiter Marathonhälfte bin ich mit der Laufzeit von 3:48h zufrieden. Und das Gesamtfinish in 11:07h nehm ich allemal !!!
Danke Roth für dieses Triathlonfest – es war sicher nicht meine letzte Langdistanz!