Der Sports Monkeys Triathlon Club

Herbst - Schwimmtraining

7. September 2025ca. 3 Minuten Lesezeit

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Noch ist der Sommer nicht vorbei und viele von uns nutzen die Gelegenheit für Freiwasser-Training. Aber der nächste Herbst kommt bestimmt und damit auch wieder die Gelegenheit, im Schwimmbad an der eigenen Technik zu feilen. Hier ein paar Empfehlungen für Hilfsmittel, auf die ich selber nach viel Ausprobieren setze:

Pool Buoy – Schwung, Stabilität & Fokus
Der gute alte Pool Buoy – Oberschenkel- oder Knöchelvariante – ist ein unerlässliches Hilfsmittel, wenn es darum geht, den Unterkörper zu entlasten oder gezielt an Rumpfstabilität und Oberkörpertechnik zu arbeiten. Indem der Beinschlag ausgeklammert wird, kann man sich voll auf Atmung, Körperlage und Armtechnik konzentrieren. Gerade im Herbst, wenn man wieder mehr im Becken trainiert, hilft er dabei, ein stabiles, schnelles Gleiten zu üben und die Rumpfmuskulatur effizienter einzusetzen.

Paddles – Kraft & Ausdauer gezielt entwickeln
Klassische Paddles sind großartige Trainingshilfen, um die Zugphase im Armzug zu spüren und bewusst zu verstärken. Der Wasserwiderstand erhöht die Belastung der Schultern, des Rückens und der Armmuskulatur – wodurch man gezielt Kraftausdauer aufbauen kann. Besonders für Triathlet:innen helfen sie dabei, auch bei Ermüdung die Zugkraft zu bewahren. Aber Achtung: wählt die richtige Größe für das gesteckte Ziel aus, denn es gibt sie von kleineren Finger-Paddles bis zu übergroßen Hand+Unterarm-Paddles!

Technik-Paddles – haptisches Feedback
Technik oder Agility Paddles (wie die der Marke FINIS) sind speziell darauf ausgelegt, direktes Feedback über die Hand- und Armposition zu geben. Ohne Bänder – also „strapless“ – ist man gezwungen, die Paddles permanent mit einer korrekten „palm-positive“ Handposition zu halten – sonst wird der Wasserdruck, den man bei der Bewegung selbst erzeugt, ungleich und die Paddles fallen während der Zugphase ab. Das lehrt sofort eine frühe vertikale Unterarmposition („Ellbogen oben, Handfläche senkrecht!“) und sensibilisiert sehr gut für Hand- und Ellbogen-Stellung.

Schnorchel – Techniktraining ohne Atem-Stress
Ein Schnorchel (besonders „center mounted snorkel“) macht gezielte Technik- und Wassergefühl-Übungen deutlich komfortabler und effizienter. Indem man nicht an jede Atmung denken muss und den Rhythmus der Übung unterbrechen muss, kann man sich voll auf Armzug, Körperlage, Hüftrotation und Gleitphasen konzentrieren. Besonders nach der Freiwasser-Saison, wenn man technische Feinheiten im Becken schärfen will, ist der Schnorchel ein einfaches, aber extrem wirkungsvolles Hilfsmittel. Besonders für die Rollwende ist die Kombination mit einer Nasenklammer sinnvoll!

Handflächen-Sensoren für Technik-Analyse
In einer anderen Liga (und auch Preisklasse) finden sich die Handflächen-Sensoren von eolabs namens „SwimBetter“. Diese kleinen Sensoren werden an der Handfläche befestigt und zeichnen während einer Teststrecke genau auf, was man mit der Hand macht: Handposition, Bewegungsrichtung, Schnelligkeit sowie Kraft und Richtung des Wasserdrucks, den man bei der Zugphase erzeugt. Dadurch erhält man ein dreidimensionales Bild der eigenen Handbewegung und sieht genau berechnet, wieviel Muskelkraft „verloren geht“, wenn man z.B. am Anfang der Zugphase durch eine schlechte Ellbogenstellung mehr nach unten drückt als nach hinten. In der Analyse kann man selbst bzw. der Coach dadurch viel mehr und viel genauer sehen, wo das größte Verbesserungspotential liegt.

Für den kommenden Herbst sind das bestens erprobte Mittel – perfekt, um von der Freiwasser-Phase wieder in eine präzise und effiziente Schwimmtechnik zu finden.

geschrieben von Mark Dhein

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