Challenge St. Pölten…
…ein mal alles erlebt, was man sich vorstellen kann! Spät aber doch kommt hier nun mein Rennbericht zur Challenge St. Pölten vom 31.5.2026.
Nachdem ich erfolgreich über den Winter hinweg Stefen Marx auch zu diesem Bewerb überreden konnte, gingen wir gemeinsam an den Start und hatten mit Theresa Adelmann super Betreuung am Streckenrand.
Beim Schwimmen im ersten See habe ich einen guten Rhythmus finden können. Ganz zu Beginn orientierte ich mich an den Füßen von Stefan, bis ein anderer Schwimmer uns durchkreuzte und ich mir jemanden anderen suchen musste. Als dann mit dem ersten Schwimmausstieg der Wechsel vom Viehofner See zum Ratzersdorfer See anstand, habe ich währenddessen gedacht, ich muss gerade einen Marathon laufen, weil sich diese Distanz so ewig anfühlte… Irgendwann ging es doch wieder ins Wasser. Beim Sprung ins Wasser habe ich extra mehr Abstand gelassen, um ja keine Füße ins Gesicht zu bekommen. Allerdings bereits beim ersten Auftauchen habe ich schon einen ordentlichen Fußkick auf meine Nase bekommen.
Mit dem Wissen, dass Stefan vor mir ist, ging es in die Wechselzone und aufs Rad. Lange Zeit habe ich Stefan auf der Radstrecke erwartet, jedoch müssen wir uns in der Wechselzone in diesem Tumult verpasst haben.
Mit mehreren in der Radgruppe (anfangs noch mit viel bzw. ausreichend Abstand – auch bei den AGIs mit 20m) ging es auf die Radstrecke. Mit leichtem Rückenwind und einer leicht abschüssigen Strecke ging es flott Richtung Traismauer. Beim ersten Anstieg nach Krustetten sammelten sich unzählige Radfahrer. Mit meiner Vorliebe für Anstiege und Höhenmeter konnte ich hier einige Plätze gut machen. Dies hatte allerdings zur Folge, dass ich nach der Abfahrt bei der Donau niemanden mehr in meiner Nähe hatte. Nur sehr, sehr weit vorne sah ich wieder eine Radgruppe. Einige Minuten und Körner investierte ich, um näher an sie heranzukommen. Wie ich später merkte, war das die Radgruppe mit Pascal Pavlik. Es ging für mich möglichst weit nach vorne in der Radgruppe, um ja nicht in die Gefahr von Windschatten fahren zu kommen. Jedoch ganz vorne konnte ich mich aufgrund der erforderlichen Leistung nicht halten, wodurch nach und nach wieder andere die Gruppenführung übernommen haben.
Mit zunehmender Renndauer verkleinerte sich der Abstand zum Vordermann und wurde immer geringer. Außerdem musste ich feststellen, dass, sobald man selbst etwas mehr Abstand als die anderen lässt, einem schnell die vermeintliche Lücke zugefahren wird. Als dann ein TO uns als gesamte Gruppe zusammengepfiffen hat und ich etwas später auch noch die blaue Karte bekommen hab, ging es von Aggsbach nach Gansbach mit dem Wissen, dass ich oben nach dem Anstieg sowieso meine Zeitstrafe abzusitzen habe, wodurch ich ohne Zurückhaltung und Bedenken fahren konnte.
Nach dieser Zeitstrafe und beim Raufschalten für die Abfahrt verhedderte sich meine Kette zwischen Rahmen und Kurbel. Weitere Minuten vergingen erneut, in denen ich mich nicht fortbewegte. Danke nochmal an dieser Stelle an Pascal, der seine Hilfe beim Vorbeifahren anbot. Zum Glück konnte ich bald darauf selbst das Problem wieder beheben. Das restliche Radfahren verging für mich ohne weitere Probleme…
Nach der Wechselzone zum Laufen machten sich recht schnell Seitenstechen bemerkbar, was die erste Hälfte des Halbmarathons auch anhalten sollte. Zum Glück gab es ab der ersten Verpflegungsstation einen zweiten, der ein angenehmes Tempo lief, wodurch ich mich bei ihm anhängen konnte.
Meine Verpflegungsstrategie war es, alle 5km ein Gel zu nehmen. Als ich bei ca. km 15 zu meinem letzten Gel griff, spürte ich bereits beim Öffnen des Gels, dass sich mein Körper dagegen wehren möchte. Ich wollte aber nicht die letzten 10 km ohne aufgenommene Energie laufen und zwang mich eben, das Gel auch tatsächlich zu nehmen. Zwei bis drei Minuten kämpfte mein Körper dagegen an, bis schlussendlich kurz vor der vorletzten Verpflegungsstation alles nun oben wieder herauskam.
Ich konnte dadurch aber sehr befreit und gut die letzten Kilometer ins Ziel laufen.
Die Challenge St- Pölten war also für mich sehr turbulent und ereignisreich. Nach einer kurzen Dusche im Ratzersdorfer See konnte ich Stefan bei strömendem Regen noch rechtzeitig ins Ziel schreien!
Herzliche Gratulation allen Monkeys, die am Start waren!
Ergebnisse
https://balancer.pentek-timing.at/results.html?pnr=14740