SEESTADT - Frauen
Um 15:00 Uhr fiel der Startschuss bei den Frauen...
Patricia gab ihr Debüt im Triathlon und meisterte ihren ersten Wettkampf mit einer tollen Leistung. Wir gratulieren ganz herzlich!
Patricia Zangerl
16. Platz W30-35 – 1:37:49
Für mich war es der erste Triathlon, dementsprechend nervös war ich am Start. Im Wasser war sehr viel los, sogar etwas Stau bei der ersten Boje. Ich habe mich sehr gefreut den Schwimmausstieg zu erreichen und nun aufs Fahrrad zu dürfen, da Radfahren meine Lieblingsdisziplin ist. Auf dem Rad habe ich dann versucht genug zu trinken und auch ein Gel zu mir zu nehmen, damit ich noch Kraft fürs Laufen habe.
Beim Laufen war mir ziemlich heiß und mein Bauch war verkrampft. Als ich deshalb kurz stehen bleiben musste, kam in genau der richtigen Sekunde ein Power-Monkey (Johanna Gehwolf) ums Eck und hat mich mitgezogen - vielen Dank dafür.
Die Unterstützung von der Affenbande war einfach nur top - von der Vorbereitung bis zum Zieleinflauf. Alle Motivationsrufe entlang der Strecke waren eine riesengroße Hilfe für das erste Finish.
Steffy stellte sich trotz großer Zweifel am Vortag der Herausforderung. Sie zeigte während des Rennens Resilienz und Durchhaltevermögen und wurde dafür belohnt.
Steffy Rathusky
14. Platz W30-34 – 1:36:38
Am Vortag hatte ich noch große Zweifel und stellte mir die Frage warum ich mich immer motiviert anmelde. Vorbereitung war alles andere als optimal - erneute Erkenntnis: mit zwei Kindern ist es einfach nicht planbar. Aber als meine Tochter mich in der Früh gefragt hat, ob ich jetzt laufen kann, war die Motivation da. Ich freute mich, dass mir meine Kinder das erste Mal bei einem Triathlon zuschauen würden.
Kurz zusammengefasst - es lief vieles nicht optimal. Das Schwimmen war alles andere als gut. Aus dem Wasser, in die Wechselzone und dann aufs Rad - das für mich “Schlimmste” hatte ich geschafft. Nach nicht einmal einem Kilometer ist mir dann die Kette raus gesprungen. Aber zum Glück konnte ich das gleich wieder richten, voll mit Kettenfett ging es dann weiter. Radfahren ging eigentlich sehr gut, Strecke gefiel mir. Dann ab auf die Laufstrecke - die motivierenden Anfeuerungen von meiner Familie und Freund:innen aber auch allen Monkeys gaben mir immer wieder Kraft. Als der Zielbogen dann da war, war ich einfach nur froh, es geschafft zu haben. Im Endeffekt war es sogar meine persönliche Bestzeit über die Sprintdistanz. Aber es gibts nichts Schöneres als zwei Kids, die nach dem Ziel warten.
Katharina steht nach drei Jahren Babypause erstmals wieder an der Startlinie und beweist, dass die Liebe zum Triathlon sehr groß ist...
Katharina Balaika-Eisenkölbl
21. Platz W30-34 – 1:47:25
Nach rund 3 Jahren Babypause stand ich wieder am Start und merkte wieder warum ich den Sport so gerne mache. Schwimmen verlief sehr gut, auch wenn es gerade am Anfang eine Schlacht war und man einige Tritte abbekam. Radfahren und Laufen waren geprägt von den heißen Temperaturen, aber durch die tolle Anfeuerung war man top motiviert.
Ani Harreither startete ohne große Erwartungen und durfte am Ende nicht nur über einen Blumenstrauß, sondern auch über das EM- und WM-Ticket jubeln.
Ani Harreither
5. Platz W35-39 - 1:19:23
Ohne große Erwartungen bin ich in die Staatsmeisterschaft im Sprinttriathlon gestartet. Mein Ziel war es, den Wettkampf als intensive Trainingseinheit mitzunehmen. Doch spätestens beim Blick auf das Wasser kurz vor dem Start war das bekannte Kribbeln im Bauch da – jetzt wird es ernst!
Mit dem Startschuss ging es sofort zur Sache. Beim Massenstart blieb das übliche Gerangel nicht aus: Ich wurde ein paar Mal getroffen und habe wohl auch selbst den einen oder anderen Schlag verteilt. So ist das eben im Getümmel eines Sprinttriathlons. Auf dem Weg zur Wechselzone habe ich mich sogar bei meiner „Begleiterin“ im Wasser entschuldigt. Sie hat mich nur verwundert angesehen und nichts geantwortet.
Auf dem Rad hatte ich dann richtig Spaß. Die Windschattenfreigabe sorgte für ein völlig anderes Rennerlebnis, als ich es von meinen bisherigen Mittel- und Langdistanzen gewohnt bin. Das hohe Tempo und die Dynamik im Feld haben für jede Menge Abwechslung gesorgt.
Der Lauf fühlte sich zunächst gut an. Ab Kilometer zwei wurde es allerdings zur reinen Kopfsache. Umso mehr half die großartige Stimmung entlang der Strecke. Ein großes Dankeschön an alle Monkeys, die angefeuert haben – eure Unterstützung hat mir unglaublich viel Energie gegeben.
Im Ziel wartete schließlich der schönste Preis des Tages. Nicht die Medaille, sondern ein kleiner Blumenstrauß von meiner Tochter. Sportlich durfte ich mich über den 3. Platz in meiner Altersklasse freuen. Damit habe ich mich sowohl für die Europameisterschaft 2027 in Kitzbühel als auch für die Weltmeisterschaft 2026 in Pontevedra qualifiziert.
Ein Tag, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Anna konnte sich ihre erste Goldmedaille bei einer österreichischen Meisterschaft sichern.
Anna Reiter-Kocher
1. Platz W24-29 - 1:06:43
Der Seestadt Triathlon war mein 4. Start bei einer Sprint-Staatsmeisterschaft. Da das für mich das einzige Windschattenrennen im Jahr ist, ist die Vorfreude immer sehr groß. Die ersten zwei Jahre bin ich jeweils alleine auf der Radstrecke gewesen. Letztes Jahr habe ich erstmals eine Radgruppe erwischt und es war unglaublich cool! Daher war mein größtes Ziel heuer, wieder in einer guten Radgruppe zu landen.
Der Start war für mich ungewöhnlich hart. Es gab viel Gedränge und ich fand es schwer, eine gute Position zu finden. Nach der ersten Boje konnte ich mich als letzte Schwimmerin einer Gruppe anschließen. Nach der Wechselzone verpasste ich die Gruppe jedoch um wenige Sekunden. Trotz Bemühungen konnte ich sie nicht einholen.
Ich war zwischenzeitlich zu zweit unterwegs, jedoch riss meine Begleitung nach einer Weile ab. Auf der zweiten Runde der Radstrecke wurde ich schließlich von Hannah Rössler eingeholt, welche mich in die Wechselzone zurückgezogen hat.
Auf der ersten Laufrunde konnte ich gerade so das Tempo, das ich ein paar Wochen zuvor auf der olympischen Distanz gelaufen bin, halten. Auf der zweiten Laufrunde habe ich es geschafft meinen Rhythmus zu finden und konnte das Tempo erhöhen. Schließlich habe ich als 14. die Ziellinie überquert.
Ich bin sehr glücklich, mir den Platz für die EM & WM nächstes Jahr gesichert zu haben. Da klappt es dann hoffentlich wieder mit einer Radgruppe.
Ergebnisse
https://tri.sportsmonkeys.at/news/2026/06/seestadt-ergebnisse/