Roman's Podersdorf Bericht

10. September 2021, 15:07 Uhr
geschrieben von Roman Vetter

Nachdem ich die ganze Woche den Temperaturanstieg des Neusiedlersees aufs genauste positiv beobachtet hatte, fasste ich den Entschluss, bei warmen fast 20° nur den Shorty fürs schwimmen zu verwenden. Beim ersten Kontakt mit dem warmen Nass musste ich dann doch feststellen: Nau doch ganz schee frisch! Nach einigen Schock-Tauchgängen stand auch schon der Start kurz bevor und die Nervosität wurde durch den Startschuss in meine zweite Olympische Distanz abgelöst.

Am Weg zur ersten Boje wurde mein Schwimmrhythmus einige Male durch „Stop an Go“-Stops unterbrochen, einige Mitbewerber suchten wohl noch mehr den Weg zur großen Orangen Boje als ich und erwiesen sich als lebende Hindernisse . Endlich die erste Boje an der rechten Schulter liegen gelassen lief es von dort relativ ohne große Vorkommnisse Richtung Beach-Flags, von dort an ging es im See die letzten 200m zu Fuß bis zum Schwimmausstieg. Der erste Wechsel war schnell vollbracht und so begab ich mich auf mein Lieblingssportgerät: mein Fahrrad.

Nach ca. 10km der Radstreck in Podersdorf musste ich feststellen, dass auf der Radstrecke ganz viel Hektik los war. Die Zusatzschleife hinter mir gelassen war ich froh das wir eine Gruppe an die sechs bis zeitweise zehn Mitstreiter waren die sich wie Perlen an einem Faden durch das Naturschutzgebiet schlängelten.
Am Rückweg Richtung Podersdorf hatten wir ein wenig Gegenwind das mir aber anscheinend etwas weniger ausmachte als meinen Gegnern und so konnte ich bis in Wechselzone 2 noch einige Perlen einsammeln.

Nach dem ich meine Laufschuhe plus Socken eher gemütlich als zackig an meinen Beinen hatte stellte ich mich heute noch meinem Endgegner, DER ZEHNER!
Die Sonne hatte machte es jetzt doch noch etwas schweißtreibender als an manchen Sommertagen heuer. Die ersten Kilometer hinter mir musste ich mir eingestehen das es doch nicht nur so ins Ziel laufen wird. Durch einige Geheinlagen meinerseits habe ich aber in der zweiten Runde Richtung Hölle eine Deutsche Mitläuferin kennengelernt und wir beschlossen eine Geh/Laufgemeinschaft einzugehen. Die neue Zweckgemeinschaft mühte sich langsam, aber sicher Richtung Ziel als mir bei ziemlich genau 2,40h auffiel das meine persönliche Schallmauer von 3h doch noch schaffen könnte. Mit neuer Motivation begab ich mich die letzten Kilometer Richtung Ziel: is ja nimma weit! Als ich den letzten Kreisverkehr umrundete und den Zieleinlauf sah wurde mir klar: es geht sich wirklich noch aus! Mit einer durchwachsenen Leistung stand am Ende dann eine 2:59:14 neben meinen Namen.
Zufrieden und auch etwas Stolz hatte ich meine 2 Olympische Distanz gefinisht. Da geht noch was, Podersdorf ich komme wieder !!!

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