Mal was Neues! – Kurz und knackig!

17. Oktober 2022, 13:20 Uhr
geschrieben von Lukas Hartmann

Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, Wiener Meister:innen im Triathlon geehrt werden und die Tage in Wien mit dichtem Nebel beginnen, ist bei den meisten Triathlet:innen und Mitglieder der Affenbande die Nebensaison angebrochen. Die oft so genannte „Off Season“ eignet sich nicht nur zur Entspannung von Geist und Körper sondern gibt auch mal die Zeit her, Wehwehchen auszukurieren und „triathlonuntypischen“ Zeitvertreib nachzugehen. Manchmal nütz man auch die Zeit um Neues im Bereich der Sportwelt auszuprobieren.

So ergab auch der Zufall, dass ein neues Rad im „Stall“ Einzug erhielt, gedacht für die rauen Zeiten auf der Straße in den Wintermonaten, jedoch auch geländegängig und klettertauglich (wie so ein Affenrad halt sein muss, Bananenhalter inklusive).

Der 7. King & Queen of Seeschlacht powered by Bikestore.cc

Die Langenzersdorfer Seeschlacht war am Sonntag 16.10.2022 wieder Schauplatz von Radrennsport. Das Rad-Querfeldein Radrennen wurde 2022 als 1-tägige Sportveranstaltung für Nachwuchs, Jedermann und Lizenzsportler ausgetragen und organisiert vom Sportverein FREE EAGLE (www.free-eagle.at). Als Partner ist die bekannte Radsportkette www.Bikestore.cc engagiert. Die Gemeinde Langenzersdorf unterstützte logistisch.

Am noch sehr nebligen und feuchten Vormittag starteten die Minis, U9, U11, U13, U15, U17, sowie das Jedermann-Rennen, am Nachmittag die Elite des ÖRV.
Das Rennen ist Teil des „austrian cyclocross-cups 22/23“ vom Radsportverband (www.radsportverband.at)

Das Jedermann Rennen bot also für mich die erstmalige Gelegenheit, in den Cyclocross-Sport hinein zu schnuppern.

Für Cyclocross-Bewerbe des Radsportverbandes ist einerseits eine Radsportlizenz oder eine ÖRV-BikeCARD zu lösen, außerdem müssen die Räder der Teilnehmenden dem Reglement (z.B. keine MTB´s oder Reifen mit maximaler Breite von 33mm) entsprechen – daher bot das Jedermann-Rennen eine der wenigen Möglichkeiten im Rennkalender, sich in diesem Rennformat zu testen.

Schon beim Einfahren und Besichtigen der selektiven, herbstlich bunten und vom Regen des Vortages – nassen Strecke, gespickt mit technischen Highlights (z.B. Pump Track Passagen, 180° bergab/bergauf Kurven auf Wiese und Schotter, Baumstämme bzw. Hindernisse zum Auf/Absteigen und Rad über das Hindernis heben oder wer es kann springen) begannen meine Augen und die Herzfrequenzmessung zu leuchten.

Das anspruchsvolle Rennen, welches ich durchgehend im roten Bereich absolvierte, dauerte letztendlich für mich 45 Minuten und 5 schweißtreibende Runden, trotz dem einen oder anderen Bodenkontakt, letztendlich aber ohne technischen oder körperlichen KO. Warum in der Weltspitze immer wieder Radsportler aus dem Cyclocross Segment unverständlich starke Leistungen erbringen, kann ich mir jetzt auch besser erklären.

Der vom Verein FREE EAGLE wirklich toll organisierte Wettkampf, der eine gelungene Premiere im Cross Renneinsatz für mich bedeutet, hat sowohl Hunger auf mehr als auch Durst auf ein verdientes Bier im Anschluss ausgelöst.

Falls jemand noch ein paar Infos über die Sportart und den Rennablauf lesen möchte, anbei „Copy Paste“ ein paar Fakten aus dem Netz.

Und falls jemand Lust hat, auch noch eine herbstliche Laktatparty zu feiern, am 1.11. 2022, finden vom RC Kreutal in Unterolberndorf der „Spusu Kreuttal Cross statt, ebenfalls eine Station des Cyclocross Cups. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es auch einen „Jedermann-Bewerb“ bei dem ohne Lizenz und ohne Vorgaben für das Rad teilgenommen werden kann. (www.computeranmeldung.at) Ich bin dabei!


Cyclocross (Querfeldeinrennen ) ist eine Disziplin des Radsports. Die Sportart wird fast ausschließlich im Herbst und Winter auf meist unbefestigten Wegen ausgetragen. Im Unterschied zu dem seit den 1980er Jahren immer beliebter werdenden Mountainbikesport wird beim Querfeldein auf in ihren Abmessungen modifizierten Cyclocross-Rädern, also stabileren Rennrädern mit klassischem gebogenen Rennlenker und ohne Federung gefahren. Die Reifen haben unterschiedliche Profilierung und Breite, sind aber durchgängig stärker profiliert und breiter als herkömmliche Rennradreifen.

Die Strecke und das Rennformat

Querfeldeinfahren findet normalerweise auf einem relativ kurzen, zwischen ein und drei Kilometer langen Rundkurs von Feld- und Waldwegen statt. Eine im Radsport sonst völlig unübliche Besonderheit des Querfeldeinkurses sind kurze, enorm steile Passagen, die die Fahrer zum Absteigen und Tragen des Rades über das Hindernis zwingen. Tatsächlich wird der mit geschultertem Rad einen schlammigen Anstieg hinauflaufende Rennfahrer als das klassische Bild des Querfeldeinrennens angesehen.

Die Dauer des Rennens ist abhängig von den Fahrerkategorien und beträgt zwischen 20 und 60 Minuten. Die Anzahl der zu fahrenden Runden wird auf der Grundlage der Fahrzeit des führenden Fahrers ermittelt, nachdem dieser zwei komplette Runden zurückgelegt hat. Mit Beginn der dritten Runde wird die Anzahl der verbleibenden noch zu fahrenden Runden auf einer Tafel in Höhe der Ziellinie angezeigt. Die letzte Runde wird mit einer Glocke angekündigt. Sobald der Erste im Ziel ist, endet auch das Rennen für alle anderen Teilnehmer beim Überqueren der Ziellinie.

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