Triathlon im Ruhrpott

8. August 2023ca. 3 Minuten Lesezeit

….Ironman 70.3. Duisburg "Hörmal, lass Krachen wa"! ( Ruhrgebietisch )
Rennbericht von Sebastian Sprigade und Markus Potthast

Sebastian und Markus wollten sich zum Abschluss der Wettkampfsaison – aus unterschiedlichen Motivationen - noch einmal richtig verausgaben.

Markus war unzufrieden beim Apfellandtriathlon zum 3. Mal an der 6-Stunden Barriere für eine Halbdistanz gescheitert zu sein und ließ sich von Sebastian zum Projekt Sub-6 in Duisburg überreden. Sebastian war aus familiären Gründen eh in seiner Heimat und sah zuerst den Wettkampf sogar als Möglichkeit an, unter 5 Stunden zu kommen (dieses Ziel hat er allerdings noch vor dem Wettkampf aufgrund der Vernunft und der Gesundheit zuliebe nach einer sehr langen Saison mit vielen Wettkämpfen auf 5,5 Stunden angepasst). Es soll ja auch in Zukunft noch Ziele geben.

Die Veranstaltung ist perfekt organisiert und alles (bis auf die Radstrecke) ist sehr kompakt im Sportpark Duisburg.
Am Sonntag früh sprangen ca. 2.000 Athleten in einem Rolling-start ins Wasser.
Geschwommen wurde auf einer Regattastrecke. Praktischerweise waren Längsabsperrseile gespannt und somit erinnerte das Schwimmen eine wenig ans Stadionbad in Wien. Die Zuschauer waren so dicht, dass man sogar Anfeuerungen als Schwimmer mitbekam und die Zuschauer individuelle Schwimmer erkennen konnten.

Die Radstrecke ging 2x nach Moers und retour. Höhenmeter kamen nur durch Brücken zustande und wir rauschten auf breiten Schnellstraßen dahin. Das einzige Risiko waren Schlaglöcher, die ein wenig an Cesenatico erinnerten.

Abschließend wurde dann noch 3 Runden im Sportpark gelaufen, bevor es einen stimmungsvollen Zieleinlauf im Stadion des MSV Duisburg gab. So ganz ohne Fußball geht's hier selbst beim Triathlon nicht.

Markus merkte gleich am Anfang der Radstrecke, dass er sehr gut rollte. Er entschied sich zu riskieren und schneller als ursprünglich geplant weiterzufahren. Zu seiner eigenen Überraschung konnte er das Tempo halten und ging mit noch recht frischen Beinen nach 2:35 h auf die Laufstrecke. Nachdem er beim Laufen dieses Jahr mehrmals eingebrochen ist, war er etwas nervös, aber diesmal klappte es und er konnte die Strecke konstant durchlaufen.

Sebastian kam mit Sub 40min aus dem Wasser und dachte sich das gleich in der Wechselzone ordentlich auszunutzen (fast 5 min mit deutlichem Hinweis aufs zukünftige Üben). Auf dem Fahrrad angekommen ging es ihm ähnlich wie Markus ausgezeichnet gut und somit war er von Anfang an auf der Jagd, den Radkurs mit einem 35km/h Schnitt zu beenden. Könnt ihr es glauben, dass ihn lediglich der Respekt vor dem Laufen und das noch nicht vorhandene Scheibenrad davon abhielten nicht komplett durchzudrehen. Luft nach oben war noch da!
Über die zweite Wechselzone wird gekonnt geschwiegen und ab ging's auf die Laufpiste, bei der auch hier Rekorde greifbar nah waren. Allerdings zeigte sich der Mann mit dem Hammer so ab km 15 und der Rest der Strecke musste in gemächlichem Tempo zu Ende gebracht werden. Hier in Duisburg wurden, wie man so schön sagt, die Grenzen deutlich nach vorne verschoben! Zum Glück nieselte es nur leicht und der angekündigte Regen setzte erst zu Ende des Lauf Splits ein. Sebastian hielt sich präzise an seine aktualisierte Zielzeit und lief nach 5:29:58 durch den Zielbogen. Da für Monkeys das Teamziel immer am wichtigsten ist und wir uns ja ursprünglich 5 h + 6 h =11 h als Teamtarget vorgenommen hatten, beeilte sich Markus mehr als ursprünglich geplant und stellte das Teamziel mit einer Zielzeit von 5:23:52 sicher.

Persönliche Bestzeit für uns beide!

Sebastian Sprigade
geschrieben von Sebastian Sprigade

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