Neufeld - Olympisch
Am Abend zuvor war kaum Zeit zum Ankommen…
...frisch aus dem Urlaub zurück, habe ich sofort meine Sachen für den Triathlon hergerichtet. Am nächsten Morgen dann der erste Pulsanstieg: verspätet losgefahren und noch nicht angemeldet. Also blieb nur eins – schnell zur Nachmeldung, wo die Entscheidung anstand: Aqua Bike oder Triathlon? Für mich war klar – die volle Distanz.
Mit den allerletzten Minuten vor Schließung der Wechselzone habe ich mein Rad und die Verpflegung vorbereitet. Neopren angezogen, ab zum Vorstart – Sonnenschein, 20,5 Grad Wassertemperatur. Perfekte Bedingungen.
Schwimmen
Der Kurs: 750 m im Dreieck, dazu ein Landgang. Direkt beim Start ein ungewolltes Highlight: auf dem nassen Rasen ausgerutscht, kurz am Boden, dann mit Wut im Bauch ins Wasser. Schnell nach vorne geschwommen, auf Platz zwei eingereiht und den Führenden im Blick. Die Bojen waren schwer zu sehen, Orientierung lief daher mehr über ein Haus am Ufer. Der Landgang hat mir ordentlich zugesetzt – Kreislauf und Beine spielen da gerne verrückt. Nach 50 m war ich wieder im Rhythmus, habe das Tempo hochgehalten und gleichauf mit Platz eins das Wasser verlassen. In die Wechselzone als Führender – während mein Konkurrent beim Ausstieg stürzte, ohne dass ich es bemerkte.
Der Wechsel selbst war nicht optimal: Neopren spät ausgezogen, dadurch wertvolle Sekunden verloren. Aufs Rad, eingeklickt – oder besser gesagt: fast. Ein Krampf in der linken Wade machte den Start zusätzlich spannend.
Radfahren
Die Radstrecke wurde kurzfristig geändert: 2 Runden à 20 km. Gleich nach Beginn wartete der erste Nervenkitzel – die Gleise der Raaber Bahn. Wer Pech hatte, musste bis zu 3 Minuten warten. Zum Glück war ich schnell genug, die Schranken gingen erst nach mir runter. Der Wind war brutal – 30 bis 35 km/h. Ein Teil Gegenwind, zwei Teile Seitenwind, ein Stück Rückenwind. Auf den offenen Straßen mussten wir Autos vorbeilassen, aber alle Kreuzungen waren gut gesichert. Die erste Runde war ereignislos, in der zweiten habe ich nach und nach einige Triathleten eingesammelt.
Der Seitenwind war teilweise so stark, dass ich 1 m nach links gedrückt wurde und kurz von den Auflegern runter musste. Bergab mit Rückenwind habe ich 50 km/h erreicht – beim Überholen wurde es einmal brenzlig, als ein Athlet nach links zog. Zum Glück alles gut gegangen. Diesmal bin ich sauber aus den Schuhen gekommen – Istanbul lässt grüßen.
Laufen
Wechselzone 2 war entspannt, keine Hektik. Gemeinsam mit Felix bin ich auf die Laufstrecke gegangen. Die erste Runde liefen wir Seite an Seite in einer Pace von etwa 4:00/km. Ich wusste, dass ich das nicht über die volle Distanz halten konnte. Dann ein kurioser Moment: Wir haben eine 90-Grad-Kurve übersehen und sind einfach weitergelaufen. Zum Glück war ein Technical Official vor Ort, der uns zurückgerufen hat – danke, Mario!
In der zweiten Runde wurde es zäh. Der linke Vorderfuß taub, die Energie ging langsam aus. Ich habe das Tempo auf 4:10–4:20/km reduziert, die Position gehalten und die 10 km durchgezogen.
Fazit
Schwimmen: 20:11 (Ø 1:21/100m)
Radfahren: 1:08:58 (Ø 34,8 km/h, 230 hm)
Laufen: 45:45 (Ø 4:10/km)
Nach 2:17:33 Stunden war ich im Ziel.
https://balancer.pentek-timing.at/results.html?pnr=14610
Ein Rennen mit kleinen Pannen, starkem Wind und viel Kampfgeist. Am Ende zufrieden, auch wenn ich weiß: da ist noch Luft nach oben.