Griechenland „WHYNOT“ Triathlon
Diesmal stehe ich am Ende meiner 4. Genusswoche in Hellas, am Start vom Urlaubsrennen in Nauplio auf der Peloponnes. Sprint ist angesagt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nafplio
hhttps://why-n.gr/en/event/whynot-legacy-nafplio-2025/
Ganz allgemein gibt es diese Nachsaison ein kühleres Wetter als die Jahre zuvor. Etliche Regentage begleiten mich und meinen Bruder Franz über Kefalonia und die Peloponnes. Stürmische See mit Wellengang ist das neue Normal und ruhige See die Ausnahme. Im Gegensatz zum letzten Jahr…
https://tri.sportsmonkeys.at/news/2024/10/hellas-whynot-triathlon/
…war der Start bei diesem Wettkampf geplant. Demnach gab es mein nur 20 Jahre altes, aber durchaus konkurrenzfähiges Rad mit Aufleger bei diesem Rennen im Equipment Portfolio. WK- erprobte Gummizug-Laufschuhe waren ebenfalls im Urlaubsgepäck und ein Gel-Zuckerwasser hatte ich auch dabei.
Am Vortag, bei Anmeldung und Streckenbesichtigung war klar: Eine Strecke die mir entgegen kommt und Wetter, das für mich passt. So war etwas Wind zu erwarten und leichter Seegang. Keine Höhenmeter am Rad, mit denen ich meine Ergebnisse wegen den 10 Kilos, die ich zu viel an Körperfett mitschleppe, entschuldigen müsste. Beim Laufen, falls man das noch so nennen kann, nehme ich ohnedies alles. Da sind die Bedingungen für den Rennausgang sowas von egal. Also alles aufs Schwimmen und Radeln setzen! Vorneweg: Der Plan hielt, es klappte!
Die Nacht davor war geprägt vom IronMan Auftritt von Lisa Perterer in Hawaii. Ich hatte mir vorgenommen, gut und schon früh zu schlafen, konnte allerdings bei Rennbeginn in USA nicht widerstehen und kippte in die Youtube – Übertragung. Ich hab es nicht bereut! Gratulation Lisa!!!
https://www.triathlon-austria.at/de/newsshow-sensationelles-rennen-von-perterer-bei-hawaiidebuet
Ein Wahnsinnsrennen, das man in ähnlicher Form nur selten zu sehen bekommt. Ähnlich überrascht war ich dann nach nicht einmal einer Stunde Schlaf von der Aussage meiner Garmin Uhr;) Schlafaufzeichnung und Körperbatterie wurden mir in einem bisher noch nie gesehen Zustand übermittelt. Ein kurzer Schreck! Aber im Gegensatz zu der Präsentation der Algorithmen von meiner Garmin fühlte ich mich putzmunter und leistungsbereit um 04:50!
Frühstück, Körperpflege, Rennrequisitenprüfung und… Betreuer einweisen. Mit der Erfahrung vom letzten Jahr hatte mein Bruder Franz aber schon eine gehörige Portion Triathlon-Erfahrung gesammelt;) die Örtlichkeiten waren ihm ja ebenso schon bekannt und wir beide hatten eine Menge Hetz! Der Weg zur Wechselzone an Megayachten und Oldtimern vorbei, Ärger über nicht gut informiertes Absperrpersonal, Wechselzone- einchecken.
Medienarbeit, Fotos, Gespräche mit anderen Hobby-Athleten.
Das Rennen lief genauso ab wie geplant mit einer kurzen Überraschung beim Schwimmausstieg...
Das Schwimmen: Mit leichter Welle und Wind sowie mit kurzer Verzögerung ging´s von vorne beim Wasserstart ab. Rhythmus war sofort da. Bojen perfekt erwischt und beim Umrunden wurde ein kurzes Tempo am Rücken eingebaut. Sicht in diesem Moment nicht optimal, deshalb behielt ich meine beiden Vorderleute im Auge und hielt den Wasserschatten. Bei meiner normalerweise guten Orientierung schwimme ich ansonsten den kürzesten = geraden Weg und achte nicht auf die anderen Starter. Diesmal gab es die Sicherheitsvariante und ich blieb am Vordermann dran. Mir wurde später bestätigt, dass weitab von der Ideallinie geschwommen wurde. Was soll´s, es hat trotzdem geklappt. Das größte Hindernis des gesamten Rennens baute sich beim Schwimmausstieg in Form einer Metalltreppe vor mir auf. Bei der Besichtigung am Kai stehend hab ich am Vortag nicht bemerkt, dass da nur zwei Stufen sind die ins Wasser ragen. Ich vertraute dann spontan zwar der Kletterfähigkeit, die einem Affen eigen ist, allerdings wurde diese maßlos überschätzt. Ohne Helfer ging gar nichts und drei bis fünf KonkurrentInnen zogen an mir vorbei.
Als 20. von 163 StarterInnen humpelte ich altersgerecht über die Zeitnehmungsmatte. Das ist OK. Die Zeit war nur unwesentlich schneller wie im Vorjahr bei glattem Wasser.
Das Radfahren ging nach für mich schnellem Wechsel reibungslos über die Bühne. Mein altgedienter Alu-Bock lieferte ab. Mit dem Rad samt Aufleger drauf, hatte ich gegenüber dem letzen Jahr einen gewaltigen Vorteil. Die Trinkflasche blieb diesmal ebenfalls im Halter. Der 2. Wechsel wurde zur Radzeit gerechnet. Knapp vier Minuten Steigerung zum Vorjahr und in Summe nur wenige Sekunden zu den direkten Mitstreitern eingebüßt. Auch das ist OK.
Beim Lauf gab es gar keine Überraschungen. Es fiel mir leicht (kein Wunder bei der Zeit). Ich traf die Laufzeit vom Vorjahr wie beim Schwimmen ziemlich genau, war nur um einige Zerquetschte schneller. Es reichte diesmal in Summe, um nicht wie üblich beim Sprint am letzten Kilometer von einigen der über Sechzigjährigen überholt zu werden. Außer einem Mitstreiter ging sich das aus. Die über Fünfundsechzigjährigen blieben aber alle hinten! Sieg!
In Summe stand eine Verbesserung von 5 Minuten auf der Uhr. Mit der Garmin hab ich mich dann nach den Differenzen in den frühen Morgenstunden gleich wieder versöhnt. Trotz schlechteren Bedingungen, mit fünf Minuten weniger im Gesamtergebnis gegenüber meinem ersten Versuch letztes Jahr, über die Ziellinie zu hinken, ergab dann den Altersklassensieg. Das passt so und war ein versöhnlicher Ausklang am letzten Urlaubstag in Hellas.
Inzwischen wieder zu Hause, freue ich mich auf die nächsten Trainingseinheiten mit Euch!
Euer Silberrücken.
Impressionen von diesem „Urlaubsrennen“ findet ihr hier in der Fotolinie…