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V E N E D I G II

7. November 2025ca. 3 Minuten Lesezeit

Marathon
Anschließend an Ingrid, noch ein paar Eindrücke von Manu.

Mein 2025 war von Veränderung geprägt, weshalb ich den sportlichen Alltag anpassen musste und die Entscheidung traf, mich an etwas Neues heranzuwagen – meinen ersten Marathon.

Venedig, 26.10.2025, erschien mir optimal - inspiriert von Monkeys Kollegen, die dieses Abenteuer in der Lagunenstadt bereits erlebt hatten, bevorstehende lange Sommertage für ausgedehnte Läufe und eine erwartete traumhafte Kulisse waren ausschlaggebend für das Ausfüllen des Registrierungsformulars.

Mit Juli startete das spezifische Training, ab dann standen 3-4 Läufe wöchentlich am Plan. Und dann - ihr kennt sie wahrscheinlich alle - die WARUM-Frage, die an manchen Trainingstagen aufpoppt. Sie wurde mit "weil ich es in unter 4 Stunden schaffen möchte", "weil liebe Trainingsbuddies mit mir die Reise (und den Bewerb) machen werden" und "weil das Training auch meistens Spaß macht" beantwortet und so schnürte ich motiviert die Laufschuhe.

Am Tag X feierten Susanne und ich unser Marathon Debüt, das Wetter war perfekt hierfür. Gestartet wurde in Stra, bei der historischen Villa Pisani, die Strecke führte entlang des Riviera del Brenta durch kleine Ortschaften, in welchen lautstark, von Zusehern und Musikgruppen, Stimmung gemacht wurde.

Die erste Hälfte des Rennens lief richtig gut und ich musste immer wieder bewusst Tempo rausnehmen, im Wissen, dass ich eine zu schnelle Pace am Ende bereuen würde. Kilometer 30 war im San-Giuliano-Park erreicht, bei den zwei Kilometer durch den Park begannen meine Fußsohlen leicht zu schmerzen und es war etwas zermürbend die Schlaufen zu laufen. Gleich danach ging es dann eine leichte Steigung hinauf auf die Ponte della Libertà Richtung Venedig. Die fast 4-km lange Brücke erschien mir endlos. Einige Läufer machten an dieser Stelle Geh-/Dehnpausen und auch in mir kam ein "ich mag jetzt nicht mehr"-Gedanke auf. Ich versuchte, alles um mich herum auszublenden und mich auf eine gleichmäßige Pace und meine Atmung zu konzentrieren. Bei der 35km-Labe gönnte ich mir eine Gehpause, verpflegte mich nochmals ordentlich und versuchte meine Kräfte zu mobilisieren - nur mehr 7 km...
Bei Km 37 rebellierte mein Magen und auch der Kopf begann zu pochen - nur mehr 5 km...

Und dann war sie da, die wirklich phantastische Kulisse-
- entlang des Canale della Guidecca, über den Canal Grande ging es auf die Piazza San Marco. Am Weg dorthin schwappte das Meerwasser bereits auf die Strecke und die Füße wurden etwas nass. Am Markusplatz stand das Wasser dann jedoch teilweise Knöchelhoch - Acqua alta - und sorgte für noch etwas mehr Abenteuer - neben den insgesamt 14 kleinen Brücken auf den letzten 3km. Die Uhr im Blick - sub 4 könnte sich ausgehen - mobilisierte ich nochmal alle noch verbliebene Energie und landete dann tatsächlich nach 3:55 Stunden, in der Riva Sette Martiri, im Ziel.

Bereits im Ziel wusste ich - Marathon, das mache ich nochmal. Die Übelkeit und Kopfschmerzen von der Überanstrengung blieben dennoch bis zum nächsten Tag.

Danke an Trainingsbuddies und Trainer, Matthias - ohne euch wäre es nicht möglich, und schon gar nicht so einmalig und lustig gewesen.

Zum Thema-der Halbmarathon
https://tri.sportsmonkeys.at/news/2025/11/v-e-n-e-d-i-g/

Manuela Hofbauer
geschrieben von Manuela Hofbauer

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