Endlich wieder Schwimmen

6. April 2021, 14:38 Uhr
geschrieben von Ralph van Linthoudt

Meine letzte Schwimmeinheit war Anfang November 2020, dem letzten Tag bevor die Schwimmbäder landesweit für eine lange Zeit zusperrten. Für Freitag, 02.04.2021 hat mir mein Trainer Moritz tatsächlich ein Schwimmtraining in den Trainingsplan geschrieben. Die Internetrecherche ergab lediglich eine Wassertemperatur von rund 12 Grad in der Alten Donau. Meine Aussage zu Moritz „Bei diesen Temperaturen gehe ich Nicht schwimmen!!“. In den Tagen vorm geplanten Schwimmen war bereits der Großteil der Läufer und Radler in kurz/kurz unterwegs, also muss es für mich doch warm genug zum Schwimmen sein.

Am Karfreitag 02.04.2021, war endlich der Tag gekommen, auf den ich mich schon so lange gefreut hatte. Es folgte der Trainingsauftakt zu unserer ersten Disziplin, jedoch nicht wie gewohnt die Bahnen im warmen Schwimmbecken abzuspulen, sondern im Freiwasser der Alten Donau.

Der Schwimmstart erfolgt wie typisch für mich, „relativ zeitig“ in der Früh (Der Morgen macht den Tag). Am Parkplatz vorm Gänsehäufel angekommen, erfolgte der kritische Blick auf die Armarturanzeige im Auto. 05:24 und 12 Grad Außentemperatur sind nicht ideal für den Sprung ins kalte Wasser. Ein erster Griff ins kalte Wasser >> echt KALT das Wasser. Da es aufgrund der Zeitumstellung auf die Sommerzeit noch finster war, prüfte ich mit der Schwimmbrille, ob ich in der Morgendämmerung auch irgendetwas sehen kann. Sicht ausreichend, Wasser Kalt, was solls, die gesamte Ausrüstung hatte ich mit.

Hinein in den Neoprenanzug und mit den Aufwärmübungen beginnen. Wie waren die schwimmspezifischen Übungen nochmals?? Kreiseln, Achter, einarmig links, einarmig rechts,… Hierbei waren bereits erste Anzeichen vom langen „Fernbleiben“ des Schwimmens bemerkbar.

Nun erfolgte der Einstieg ins Wasser, Neo fluten, kribbeln in den Finger- und Zehenspitzen und untertauchen>>brrr, das Wasser ist doch eiskalt. Mit einem motivierenden Delfinsprung und den darauffolgenden Kraulzügen legte ich voller Tatendrang los. Nach lediglich 3 Zügen musste ich bereits eine Pause einlegen. Durchs kalte Wasser habe ich einfach keine Luft bekommen oder lag es an der langen Schwimmpause?? Auf den rund ersten 400m musste immer wieder eine kurze Pause eingelegt werden, um die aufkommende Schnappatmung zu besänftigen. Beruhige dich, mit einer kontrollierten Atmung kann es nur besser werden. Tatsächlich, die Kraulphasen wurden immer länger und der Körper ist wohl auf Betriebstemperatur gekommen. Anzeichen wie kalte Finger oder Zehen waren nicht mehr bemerkbar. So habe ich mich entschieden eine Runde (ca. 2,8km) ums Gänsehäufel zu schwimmen. Beim Schwimmausstieg angekommen, war ich komplett perplex und wusste nicht ganz welche positiven Gedanken bzw. Gefühle in meinem Körper vor sich gingen.

Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte am Ostersonntag die nächste Gänsehäufelrunde. Aufgrund der kälteren beiden letzten Tage, war die Wassertemperatur etwas kälter als am Freitag. Meine Temperaturfühler, waren in dem Fall die Zehen, haben die niedrige Wassertemperatur zu spüren bekommen. Nun wird es Zeit sich vermehrt dem Training der ersten Disziplin zu widmen.

Der Auftakt zur Schwimmsaison ist meinerseits getan. Nun bleibt zu hoffen übrig, dass die Wassertemperaturen steigen, damit die restlichen Affen den Sprung dann ins wohlgefühlt warme Wasser wagen können. Sollten sich dennoch kälteunempfindliche Monkeys finden, stehe gerne für eine geführte Gänsehäufelrunde zur Verfügung.

Sunpie Agency