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Challenge St. Pölten-Staffel...

5. Juni 2024ca. 7 Minuten Lesezeit

.... = Monkey Power hoch 3
von Steffy Rathusky und Michael Urban

Die Idee eine Staffel bei der Challenge St. Pölten 2024 zu machen, ist im Rahmen der Saisonplanung entstanden.

Alexandra Sumper, Michael Urban und Steffy Rathusky wollten sich zu dritt als Monkeys-Staffel in das Geschehen stürzen. Schnell war klar, Alexandra übernimmt die 1,9 km im Wasser, Michael will sich über die 90 km kümmern und die letzten 21,1 km läuft Steffy. Der Plan stand, relativ bald meldeten wir uns an. Einige Wochen bevor das Staffel-Team antreten sollte, informierte uns Alexandra, dass sie aufgrund privater Terminkollisionen einen Ersatz sucht. Recht schnell fand sich Raphael Faul als Schwimmer.

Zuerst war alles weit weg und irgendwie kam der 26. Mai 2024 dann doch viel schneller als gedacht. Da Michael sowieso am Samstag sein Rad einchecken musste, war er so nett und übernahm die Abholung aller Unterlagen. Trotzdem läutete der Wecker für uns Sonntagfrüh deutlich früher als bei vielen an Arbeitstagen.

Raphael stürzte sich kurz nach 7:30 in die Seen und begann unsere Challenge mit einer tollen Schwimmzeit von 32:00.

Nur den Radteil zu absolvieren, ermöglichte mir Einblicke, die ich sonst nicht bekomme. Während ich auf Raphael warte, kann ich den Profis und den Top-Age-Groupern in der Wechselzone zusehen. Insofern interessant, als es bei manchen recht hektisch zugeht, während andere zumindest optisch ähnlich gemütlich unterwegs sind wie manche Amateure.
Dann aber schon ein lautes „Michael“ – Raphael hat seinen Teil bravourös absolviert und kommt zur Übergabe gestürmt. Schnell den Chip auf mein Bein gegeben, rein in die Wechselzone, Rad schnappen und wieder raus aus der NV-Arena. Gemeinsam mit den schnellsten AGis geht es auf die Radstrecke, die noch nicht ganz aufgetrocknet ist. Durch die Menschenmassen raus aus der Stadt. Am Kreisverkehr eine kurze Schrecksekunde -das Vorderrad rutscht weg. Mit etwas Pech wäre es hier vorbei gewesen, aber ich habe Glück und kann mit erheblichen Adrenalinüberschuss Richtung S33 düsen – eines der Highlights von St. Pölten. 18 km auf der Autobahn, 40 km/h im Durchschnitt. Wenig überraschend ziehen die Konkurrenten reihenweise an mir vorbei. Normalerweise bin ich als langsamer Schwimmer weit hinten, diesmal mit einem starken Startschwimmer ganz vorne dabei. Schnell wird klar, zu wenig Abstand bedeutet, dass man das Spritzwasser des Vordermannes voll abbekommt – da werden die 20 Meter Mindestabstand automatisch erfüllt.

Nach der S33 geht es recht schnell zum ersten kleinen Anstieg nach Krustetten, erste Blicke auf das Weltkulturerbe Wachau lenken davon ab, dass es bergauf geht. Anschließend kommen die ersten Abfahrten mit einigen unangenehmen Kurven. Dass sich direkt vor mir zwei Rettungsautos in Bewegung setzen, trägt nicht unbedingt zur Beruhigung bei. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert, sie bleiben ein Stück weiter unten wieder stehen. Dass ein paar Kurven weiter gerade zwei Fahrer ihre Räder wieder aufstellen, zeigt jedoch, dass es nicht ganz ungefährlich ist. Insofern bin ich nicht unglücklich, dass es wieder flacher und weniger kurvenreich wird. 20 km entlang der Donau stehen bevor, üblicherweise mit mehr oder weniger starken Gegenwind, der schnell zur mentalen Herausforderung werden kann. Diesmal kein Wind, voller Elan und Freude geht es weiter. Tolle Gegend, ich bin leider zu sehr auf die Straße fokussiert und registriere wenig vom drumherum (Die Frage, ob man Dürnstein sieht, ist weiter ungeklärt :) ).

Zwischendurch schleichen sich Gedanken ein, ob sich das alles ausgeht – meine Durchschnittsgeschwindigkeit dürfte immer noch bei +/- 32 km/h liegen, mehr als ich sonst über solche Distanzen schaffe. Bei der Streckenbesichtigung hatte ich auf den letzten 10 Kilometern einen ziemlichen Einbruch, im Wettkampf sollte das nicht passieren. Egal, mein Radcomputer kündigt eine Schlüsselstellen an – Anstieg 2/3 nach Gansbach. Aus meiner Sicht der einzig relevante Anstieg auf den 90 Kilometern. Rund 300 Höhenmeter auf gut 4,5 km – Steigung 12 % und mehr. Beeindruckend, dass manche das sehr entspannt und locker rauffahren, anderen ist anzusehen, wie sehr sie sich abmühen. Ich gehöre wohl zu letzteren, fühle ich mich aber weiterhin gut und Gansbach rückt Stück für Stück näher.

In Gansbach angekommen, gibt es nicht nur die zweite Labe, sondern auch spannende Gespräche. „Gleich habt ihr es geschafft“ – „jetzt kommt der gschi…. Teil – jedes Jahr sagen alle es ist gleich vorbei, aber das stimmt nicht“ :). Für mich ist klar, jetzt kann nicht mehr viel passieren, der Anstieg ist geschafft, jetzt geht es überwiegend bergab zurück. Einige Bekannte Gesichter überholen mich. Milli kurz anfeuern – Robert, wie geht’s bei dir? In den Dörfern (und auch abseits) herrscht teilweise Volksfeststimmung. Kinder mit Schlagzeug, Zelte, laute Musik – großartige Stimmung. Da übersieht man fast den letzten Anstieg in Oberritzberg, so wie dort gefeiert und angefeuert wird. Die Beine halten diesmal durch und ich fahre nach gut 3 Stunden am Zielgelände neben der NV-Arena vorbei. Zu dieser Zeit laufen die Profis ins Ziel, volle Ränge, Ländermatchstimmung – unbeschreiblich! Einziges Problem, es ist ca.11:15. Ich bin 15 Minuten schneller als gedacht, hoffentlich ist Steffy schon da. Beim Reinlaufen in die Wechselzone sehe ich, dass die Übergabestelle komplett leer ist. Ich stelle das Rad ab und
laufe gemächlich zur Übergabestelle – soll ja des Öfteren vorkommen, dass Männer auf Frauen warten müssen. Dass sie selbst daran schuld sind, soll angeblich auch vorkommen :)

Die Stimmung vor Ort und das gesamte Renngeschehen waren so spannend, dass ich fast zu spät zum Wechsel kam. Das Live-Tracking von Michael war scheinbar nicht ganz zeitecht und da er schneller war, als prognostizierter, musste er ca. 2 Minuten auf mich warten. Ich lief gemütlich in die Wechselzone, schaut mir die einzelnen Radfahrer:innen die reinkamen an und plötzlich sah ich in der Übergabezone der Staffel schon Michael stehen - also etwas gestresster als geplant übernahm ich den Chip und rannte los. Die ersten paar Kilometer gingen sehr gut, allerdings merkte ich durch einen Blick auf meine Uhr, dass ich doch deutlich schneller unterwegs bin, als ich wollte und auf die Distanz auch durchhalten kann. Vermutlich war dies der Tatsache geschuldet, dass ich zeitgleich mit doch sehr vielen schnellen Läufer:innen auf der Strecke war und ich mich etwas anstecken ließ. Teilweise war es entlang der Traisen, doch deutlich schwüler als mir recht war. Umso mehr bin ich begeistert von dem System des Schwammes, den man bei den Verpflegungsstationen bekommt - war neu für mich. Kurz bevor ich in die zweite Runde musste, bin ich an den vielen Monkeys vorbei gelaufen und es pusht schon sehr, wenn man so angefeuert wird - danke :). Mit einer sehr guten Zeit ging es in die zweite Runde - jetzt kannte ich ja schon, was auf mich zu kam und wusste genau, wo was ist und wie lang es bis zu der nächsten Verpflegung ist - die Sehnsucht nach kühlem Wasser. Zwischenzeitlich dachte ich dann nicht mehr, dass ich die 2h schaffe, da ich immer wieder das Gefühl hatte nicht voran zu kommen. Aber ich schaffte es erstmals, einfach zu laufen und wenig nachzudenken. Als ich die 20 km hinter mich brachte, schaute ich auf die Uhr und mir war klar, mein Ziel ist machbar. Die Menge an Monkeys pushten mich dann nochmals für den Zieleinlauf - offizielle Zeit von 1:54:58 (finde ich persönlich eine sehr schöne Zahl) habe ich meine persönliche Halbmarathonzeit deutlich verbessert und kann sagen Mission completed.

Mit einer Gesamtzeit von 5:41:39 beendete wir unsere gemeinsame Challenge auf Rang 9 in der mixed Wertung. Es war ein schönes Erlebnis gemeinsam als Team diese drei Disziplinen zu absolvieren. Die Stimmung war bei dem
ganzen Event einfach nur toll und macht Lust auf mehr Bewerbe.

Monkeys Staffel und Aquabike Starter:innen in St. Pölten
Stefanie Rathusky & Michael Urban & Raphael Faul
Martina Schmölz & Michael van Linthoudt

Daniela Petrik
Christian Schönegger Zanoni

erster Monkey Vereinscup Start! Bravo, ein toller Einstand!
Ingrid Wick-Felinger
Kira Herlemann

hier gratulieren wir ebenfalls zum ersten Antreten!
Rene Stahl

DNS wegen Krankheit
Bernhard Mesicek
Mark Dhein


Staffelergebnisse
https://www.pentek-timing.at/results/2024/14420-04.pdf
https://balancer.pentek-timing.at/results.html?pnr=14420&cnr=4

Aquabike Ergebnisse
https://www.pentek-timing.at/results/2024/14420-08.pdf
https://www.pentek-timing.at/results/2024/14420-17.pdf

Fotos von Beatrix van Linthoudt

Stefanie Rathusky
geschrieben von Stefanie Rathusky

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