Der Sports Monkeys Triathlon Club

Alistair Brownlee macht Schluss

2. Dezember 2024ca. 4 Minuten Lesezeit

Alistair und Jonny Brownlee, dieses Triathlon- Brüderpaar war seit ihrer Jugend immer wieder auch auf einigen Wettkampfstrecken in AUT zu beobachten.

ÖTRV-Artikel
https://www.triathlon-austria.at/de/newsshow-fuenffacher-kitzbuehelsieger-brownlee-beendet-karriere
Monkeys, deren Wurzeln ja im Olympischen Triathlonsport angesiedelt sind, haben die beiden Ausnahmekönner über Jahre hinweg mehrmals beobachtet. Motiviert vom und angelehnt an den Bericht auf der aktuellen ÖTRV Website oben einen Blick ins Monkeys Archiv zu werfen. Im Fokus diesmal die beiden herausragenden ITU-WTS Rennen in Kitzbühel.

Das WM Serienrennen 2009 war eine Regenschlacht, extrem rutschig und herausfordernd. Im Damenrennen näherte sich die Karriere unserer Olympiasiegerin Kate Allen langsam dem Ende. Sie erreichte damals bei starker Konkurrenz dennoch einen Top Ten Platz. Bei dem Herrenrennen war das Brüderpaar Brownlee gemeinsam am Start. Ich hatte das Vergnügen, sie beim Anziehen ihrer Neoprenanzüge aus kürzester Entfernung zu beobachten. Sie kuderten und blödelten dabei herum wie Kinder beim Praterbesuch, hatten mächtig Spaß. Beide rechneten sich einen Stockerlplatz aus und in der ITU-WM-Serie im Jahr 2009 siegte Alistair in fünf von acht Rennen der Serie. Er gewann damals auch Kitzbühel, vor Javier Gomez, Dritter wurde Laurent Vidal (der französische Spitzenmann verstarb viel zu früh 2015).
Zu der Zeit hatte Jan Frodeno von seinem Vorbild Daniel Unger übernommen und startete ebenso wie Mike Petzold, der stärkste Mann aus Germany damals in diesem Rennen. Auf das Brüderpaar Brownlee wartete wie auf Frodeno eine steile Triathlon- Karriere.
Uns waren viele vom damaligen Weltklassezirkus von internationalen Nachwuchsbewerben bekannt. Ein Stockerl vom zwei Jahre jüngeren, Jahrgang 1990, Jonny Brownlee, wär schon eine Sensation gewesen. Er landete bei dem Regenrennen in Kitzbühel im Mittelfeld. Jonny wäre noch bei den Junioren startberechtigt gewesen. Vincent kannte ihn von einigen Europacup und Europameisterschaftsrennen (selber Jahrgang 1990), Jonny gewann fast jedes Rennen bei den Junioren.
Ein Jahr später 2011, dann 2012 und 2013 wurde er schon Serienweltmeister bei der Elite. Jetzt hatte der kleine Bruder zum großen aufgeschlossen, ab da gab´s dann international fast bei jedem Rennen der höchsten Kategorien einen oder beide Brownlees auf dem Podest.
https://triathlon.org/events/2009-dextro-energy-triathlon---itu-world-championship-series-kitzbuehel/results
Den Sprint in Kitzbühel gewann damals übrigens unser bis jetzt stärkster Triathlet aus AUT Alois Knabl. Er ist ja zwei Jahre jünger als Jonny und war bei der Elite noch nicht startberechtigt.

Das WM Serienrennen 2013 war einzigartig. Geschwommen wurde wie immer im Schwarzsee. Dann ging es weiter mit dem Fahrrad die Alpenstraße rauf aufs Kitzbühler Horn. 11,5 Km/ 800Hm bergauf. Einige Kehren vor dem Alpenhaus/Bergstation der Seilbahn gab´s die zweite Wechselzone. Dann in die Laufschuhe und weiter bergauf ins Ziel. Kitzbühel-Renndirektor und ÖTRV Generalsekretär Herwig Grabner lieferte mit seinem Team die bis heute spektakulärste Rennstrecke der Weltmeisterschaftsserie ab. Auch bei diesem Rennen gewann Alistair Brownlee. Zweiter wurde der Spanier Mario Mola, gefolgt vom Schweizer Sven Riederer. Mit Thomas Springer hatten wir auch einen eingebürgerten Deutschen auf Rang sieben. Er vertrat Österreich bei den Olympischen Spielen in Rio und wurde 47.
Die erfolgreichsten Österreicher dieser Jahre waren ebenfalls am Start in Kitz 2013.
https://triathlon.org/events/2013-itu-world-triathlon-kitzbuehel/results/259525

Die Monkeys gab es damals noch nicht. Obmann Vincent Hummel verstärkte bei beiden Rennen das Organisationsteam in Kitzbühel. 2013 war seine damalige Trainingsgruppe vom TRI Kagran ebenfalls vor Ort. Auch unser Generalsekretär Matthias Müller sah sich das Spektakel an. Die Familie Gstaltner mit Trainer Markus „Karli“ Gstaltner gehörte ebenfalls zum Fanklub aus Wien. Viele Wiener Triathleten sind damals nach Tirol gepilgert. Keiner hat es bereut.

Der Sports Monkeys Triathlon Club verbeugt sich und wünscht den beiden Ausnahmeathleten alles Gute!

Unten gibt’s einige Fotos von den beiden Kitzbühel-Rennen 2009 und 2013 und hier gleich einige interessante Links:
Das berühmteste Video der beiden, Alistair und Jonny, 2016 beim WM Finale in Mexiko...

https://edition.cnn.com/videos/sports/2023/05/19/alistair-jonny-brownlee-triathlon-moment-spt-intl.cnn
https://tri-mag.de/szene/ende-einer-aera-paris-2024-ohne-alistair-und-jonathan-brownlee/

Rudi Hummel
geschrieben von Rudi Hummel

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