Der Sports Monkeys Triathlon Club

Wien Triathlon - Rennberichte

18. September 2025ca. 7 Minuten Lesezeit

King & Queen of Vienna
Nicole Zahradnicek

Warum nur einen Triathlon machen, wenn man doch auch 3 Bewerbe an einem Wochenende machen kann?
Freitag Open Water, Samstag Sprint & Sonntag Olympisch. Klingt spaßig - ist es auch… zumindest die meiste Zeit. Und außerdem zahlt sich dann das Langdistanztraining gleich doppelt aus ;)
Was ich von dem Wochenende mitgenommen hab:
Mehr schwimmen macht mehr Spaß. Ging von Tag zu Tag besser. Regeneration hilft wirklich - oft unterschätzte Disziplin, aber erstaunlich was doch geht, wenn man sich halbwegs erholt. Eine olympische Distanz ist tatsächlich das Doppelte vom Sprint. Nicht ganz so schmerzhaft, aber halt auch doppelt so lang.
Und zu guter Letzt - der Startnummerneffekt ist real - „nimm Dich am Samstag zurück, damit´s am Sonntag nicht so zäh wird“ war mehr ein gutgemeinter Gedanke, als ein in die Tat umgesetzter Plan.
Nichts desto trotz mehr als happy, schlussendlich als 4. Dame in der King&Queen Wertung ins Ziel gekommen zu sein. Und beim Sprint ist sich dann sogar noch ein Altersklassen - Stockerl ausgegangen. Ein feiner Triathlonsaison-Abschluss!

Aquabike Sprint
Pietro Vermicelli
Am Samstag, den 13. September, fand für mich ein ganz besonderes Rennen statt: der Aquabike Sprint im Rahmen des Vienna Triathlon. Besonders deshalb, weil genau hier im Vorjahr alles begonnen hatte – mein allererstes Aquabike-Rennen überhaupt. Ein Jahr später konnte ich an derselben Strecke meinen Fortschritt messen. Und diesmal gelang mir etwas, das ich mir damals nie erträumt hätte: Mein erster Sieg!
Die Vorbereitung war allerdings alles andere als optimal. Zehn Tage vor dem Start hatte ich starke Rückenschmerzen, und bis zuletzt war unklar, ob ich überhaupt teilnehmen könnte. Erst am Wettkampftag entschied ich mich, doch an die Startlinie zu gehen – allerdings ohne jede Erwartung auf eine gute Platzierung.
Umso größer war die Überraschung im Wasser: Das Schwimmen fühlte sich richtig gut an, und nach 16:06 Minuten stieg ich aus der Donau – mehr als drei Minuten schneller als noch im Vorjahr. Als ich merkte, dass meine Zeit konkurrenzfähig war, keimte zum ersten Mal die Hoffnung, dass an diesem Tag mehr möglich sein könnte. Tatsächlich stellte sich später heraus, dass ich sogar als Erster aus dem Wasser gekommen war.
Auf dem Rad konnte ich meine Stärke voll ausspielen. Kilometer für Kilometer fühlte ich mich besser, pushte durch und kam schließlich nach 26:50 (GPS Zeit) Minuten ins Zielsegment der Radstrecke. Mit einer
Gesamtzeit von 48:27 Minuten gewann ich damit meinen ersten Aquabike-Bewerb.
Die Freude war riesig, auch wenn sie zunächst getrübt wurde: Auf der Ergebnisliste fehlte mein Bikesplit. Ich hatte Angst, dass etwas schiefgelaufen war und mein Rennen nicht gewertet würde. Dank Anna, die mir riet, das direkt mit dem Pentek-Timing-Team zu klären, konnte aber alles aufgeklärt werden – und die Erleichterung war groß: der Sieg war bestätigt.

Dieser Erfolg bedeutet mir sehr viel, gerade weil er nach einer schwierigen Vorbereitung kam und ich bis zuletzt nicht sicher war, ob ich überhaupt antreten kann. Umso schöner war es, diesen Moment mit meiner Familie und meinen Freunden, die vor Ort waren, feiern zu dürfen.

Und jetzt habe ich auch die Zeit, über meine künftigen Ziele nachzudenken. Im Winter will ich mein Training gezielt anpassen, um die Grundlage für weitere gute Resultate zu legen.

Ladies Triathlon
Kati Huttunen
Mein allererster Triathlon hat unter etwas trüben Bedingungen begonnen - der Himmel war grau, die Donau genauso, und die Wechselzone, wo ich meine Sachen geparkt hatte, eine vom Regen durchnässte matschige Wiese.
Der Start von meinem kurzen Rennen war auch eine kleine Enttäuschung - ich bin praktisch in einer Traube mit ca. 80 anderen Frauen hauptsächlich Frosch (!) geschwommen. Danach ging es etwas flotter und auf der Radstrecke konnte ich einige Minuten gut machen und nach der zweiten Wechselzone bin ich dann sogar mit der Siegerin eine Zeitlang gemeinsam gejoggt. Meine Leistung wurde mit einem zweiten Platz belohnt!
Obwohl das Rennen recht kurz war, war es gleichzeitig ausreichend, um viele interessante Facetten einer großartigen Sportart kennenzulernen und dabei etwas vom Monkey-Spirit zu spüren.

Da es mein erster und vielleicht auch der letzte Podestplatz war, möchte ich mich bei dem engagierten Trainer:innen-Team des Sports Monkeys Triathlon Club bedanken und freue mich schon auf weitere gemeinsame Trainings in der Monkey-Welt.


Sprint Distanz
Patrick Höfinger
Mein erster Triathlon: Vom alten Rennrad zum großen Ziel
Anfang August fing alles an: Ich habe mir ein altes Puch-Rennrad zugelegt und bin dem Triathlon-Sport regelrecht verfallen. Durch ein Schwimmtraining im Stadionbad lernte ich Matthias Müller kennen, der mich zum Sports Monkeys Triathlon Club brachte. Trotz anfänglicher innerer Widerstände meldete ich mich für den Sprinttriathlon in Wien am 13.9. an und bereitete mich fünf Wochen lang intensiv vor.
Am Wettkampftag war ich früh wach, habe mir ein ordentliches Frühstück gegönnt und war dann einer der Ersten beim Einchecken. Mein Cervélo-Zeitfahrrad hatte einen Top-Platz, und ich habe vor dem Start noch Nicole Z. kennengelernt, mit der ich mir den Frauen-Triathlon angesehen habe. Nach dem Briefing ging es los: Beim Schwimmen gab es einen kleinen Zwischenfall, ein Tritt ins Gesicht und eine volle Brille, aber ich habe nicht aufgegeben und mich durchgekämpft.
Auf dem Rad kam dann meine stärkste Disziplin: In nur 30 Minuten habe ich die 20 Kilometer abgespult und konnte mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von knapp 40 km/h meinen Rückstand aufholen. In der zweiten Wechselzone habe ich nur 1 Minute und 1 Sekunde gebraucht, um auf die Laufstrecke zu kommen. Nach einem 24-Minuten-Lauf kam ich mit einer Gesamtzeit von 1:21:39 ins Ziel. In meiner Altersklasse wurde ich 19., und ich durfte stolz mit der österreichischen Flagge und jubelnder Menge ins Ziel einlaufen.

Direkt danach habe ich mich für die olympische Distanz in Neufeld angemeldet und trainiere jetzt weiter. Das große Ziel ist der Half-Ironman im nächsten Jahr – und ich freue mich auf den Weg dahin!

Sprint Distanz
Anna Reiter-Kocher
Gerade rechtzeitig als ich losgefahren bin, hörte der Regen am Samstagmorgen auf -perfektes Timing.
Bei der Steinspornbrücke herrschten somit ideale Wettkampfbedingungen. Mein Ziel war die Titelverteidigung, nachdem ich 2024 an gleicher Stelle meinen ersten Triathlon gewinnen konnte.
Die Damen starteten in der zweiten Welle. Durch meine Stärke im Schwimmen habe ich bisher wenig Erfahrung mit der berüchtigten „Waschmaschine“ gemacht. Als ich jedoch nach der ersten Boje das Männerfeld einholte, bekam auch ich Tritte ab. Dennoch gelang mir ein gutes Schwimmen, und ich wechselte als erste Frau aufs Rad.

Beim Laufen merkte ich jedoch schnell, dass es sich nicht so leicht anfühlte wie noch vor zwei Wochen in Podersdorf. Ich musste hoffen, dass mein Vorsprung halten würde. Bei der ersten Wende, nach etwa drei Kilometern, sah ich Alina, die Zweitplatzierte. Sie war mir bereits vom Zehntelman in Vösendorf bekannt, wo sie auf der Laufstrecke erheblich aufgeholt und den Rückstand im Ziel auf zehn Sekunden reduziert hatte. Die Markierungen auf der Donauinsel zeigten mir diesmal, dass unser Abstand nur 200 Meter betrug, bei der nächsten Wende nur noch 100 Meter. So mobilisierte ich meine letzten Kräfte und kämpfte mich den Hügel hoch, sowie die scheinbar ewige Zielkurve entlang. Und dann war es geschafft! Ich habe mich sehr gefreut meinen Vorjahressieg zu wiederholen, umso schöner weil es für uns Monkeys ein Heimrennen ist!


Zum Thema
https://tri.sportsmonkeys.at/news/2025/09/wien-aquabike/
https://tri.sportsmonkeys.at/news/2025/09/wien-und-kitzbuehel-heute/

Anna Reiter-Kocher
geschrieben von Anna Reiter-Kocher

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