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LANZAROTE

29. Jänner 2026ca. 4 Minuten Lesezeit

Lanzarote 6. - 17.1.2026
Besondere Ziele erfordern besondere Maßnahmen.

Daher gönnen sich Hanna und ich im Hinblick auf unseren Saison- (und sportlichen Lebens-) Höhepunkt, den Ironman in Klagenfurt, heuer zwei Trainingslager im Süden Europas. Vor dem Mallorca-Trip zu Ostern mit den Sports Monkeys reisten wir schon im Jänner auf die Kanarische Insel Lanzarote.

Die Vorbereitungen auf diese Reise gestalteten sich für mich bequem und problemlos – Hanna kümmerte sich um alles: Hotelauswahl, Flüge, Radleihe von und Radausfahrten mit Hürzeler – alles schon im Vorfeld gebucht. Beim Kofferpacken pfuschte ich ihr ein bisserl drein, was sie gar nicht goutierte. Jedenfalls an dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Bei den Flügen mussten wir immer umsteigen (Hin: Zürich; Zurück: München), was unsere Deutschen und Schweizer Mitradler in der Hürzelergruppe sehr wunderte. Dort gibt’s offenbar in jedem Kaff, das über eine Rollbahn verfügt, einen Direktflug nach Lanzarote…

Das Hotel („Barcélo Active Ressort“) an der Costa Teguise war gut gewählt. Verpflegung ok, wurde täglich besser – das nennen Psychologen „Gewöhnungseffekt“... Aber vor allem konnten wir unsere Leihräder aufs Zimmer mitnehmen. Da dieses im Erdgeschoss lag, konnten wir unsere Drahtesel barrierefrei hinein/hinausschieben, ohne sie irgendwo in einem Radkeller absperren zu müssen. Ein nicht zu unterschätzender Komfort. Die Räder selbst (Marke Cube) waren in Ordnung, wir kamen pannen-, also auch patschenfrei durch die 9 Ausfahrten.

Und damit sind wir schon beim Sportlichen. Ja, ich denke, wir haben uns dort eine gute Basis für die weiteren Ironman-Vorbereitungen geschaffen. Insgesamt rund 750 km bei 10.000 HM fassten wir aus, dafür brauchen wir uns nicht zu genieren. Vier Mal ging‘s über 100 km, am weitesten waren die 130K, die sowohl für Hanna als auch für mich unsere bisher längste Ausfahrt bedeuteten.

Wetterkonditionen: konstant zwischen 18 und 19 Grad bei meist wolkenlosem oder nur leicht bewölktem Himmel. Dass gleichzeitig aus Mitteleuropa ein brutaler Tiefwintereinbruch gemeldet wurde, ließ bei uns keine Schadenfreude aufkommen (ein Gefühl, das einem Monkey grundsätzlich fremd ist), aber eine gewisse Erleichterung, dass wir das „richtige“ Zeitfenster erwischt haben, durften wir doch konstatieren. Allerdings ist es auf Lanzarote beständig windig, und ganz speziell an den ersten beiden Tagen konnten wir es durchaus stürmisch nennen, was bei Rückenwind sehr nett gewesen wäre. Stattdessen machte uns oft böiger Seitenwind zu schaffen, und meist dann, wenn wir ihn gar nicht brauchen konnten. Speziell bei Auf- und Abfahrt zum bzw. vom „Castle of Pirates“, eine etwa 1,5 km lange, seeehr ausgesetzte Strecke, die mich beim Runterfahren veranlasste, aus den Pedalen zu klicken – für alle Fälle (wortwörtlich)… Aber gut gegangen, wie überhaupt der ganze Aufenthalt unfall-/sturzfrei verlief. Einige Tage später, als die Windstärke nachgelassen hatte, ging’s auch eingeklickt vom Piratencastle talwärts.

Landschaftlich ist die Vulkaninsel hauptsächlich vom schwarzen Lavagestein geprägt, aber da es im Dezember für dortige Verhältnisse ziemlich oft geregnet hatte, durften wir ungewöhnlich viele grünsprießende Hänge genießen. Wir lernten auf den Ausfahrten so ziemlich die ganze Insel kennen, die ja nicht sehr groß ist (etwa die doppelte Fläche von Wien).

Und das gemeinsam in einer recht homogenen Gruppe mit sehr angenehmen Radkamerad:innen, unter denen wir einige neue STRAVA-Bekanntschaften gewinnen konnten. Herbert, der Guide, der seine Sache sehr gut machte, war ein Wiener aus Jedlersdorf, der sich angesichts unserer Monkey-gebrandeten Dressen erinnerte, dass er in seiner Wohngegend manchmal ein Auto mit Sports Monkeys-Beschriftung sieht…

Obwohl auf Lanzarote unser Fokus naturgemäß beim Radeln lag, vernachlässigten wir auch die anderen Tri-Disziplinen nicht. Das Hotel-eigene olympische Salzwasserbecken war recht warm und gut besucht, wobei Letzteres bei 50m Poollänge kein großes Problem darstellte.
Lauftraining reduzierte ich gegen Ende ein wenig, da mich mein rechtes Knie zu plagen begann. Hanna, die als ausgebildete Masseurin eine Ahnung hat, tippt nach meiner Beschreibung auf eine Zyste. Nächste Woche wird sich das unser
Dr. Gerhard Eiserle genau ansehen. Wird aber dank der Schonung eh schon besser.

Nach 11 Tagen hatten wir vom mediterranen Klima genug und begaben uns in Vorfreude auf Minusgrade und Glatteis auf die Heimreise.

Aber, Lanzarote, we’ll be back!
https://de.wikipedia.org/wiki/Lanzarote

Christian Hofbauer
geschrieben von Christian Hofbauer

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