Wien Triathlon Sprintdistanz - Saisonfinale

15. September 2022, 13:41 Uhr
geschrieben von Manuela Hofbauer

Nachdem ich bei der Sprintdistanz EM in München im August, nicht meine gewünschte Leistung abrufen konnte, habe ich mich entschieden beim Wien Triathlon die Saison entspannt ausklingen zu lassen, in der Hoffnung doch noch bei einem Bewerb zeigen zu können, was ich aus dem Training wusste, dass ich drauf habe.

In den Tagen davor fühlte ich mich gut vorbereitet. Dennoch meldeten sich immer wieder Selbstzweifel und Unsicherheit (hoffentlich gelingt das Schwimmen, bitte kein Regen, hoffentlich kein Einbruch auf der Laufstrecke…) zu Wort in meinen Gedanken.

Der Tag des Wien Triathlon war perfekt. Wetter sonnig, mäßig Wind, das Wasser nicht allzu kalt. Die Stimmung unter den startenden Monkeys war super und alle freuten sich auf einen schönen Heimbewerb. So toll, die unermüdliche Unterstützung durch die Monkeys Fans auf der Strecke und nicht zu vergessen, die Gorillaz, die extra früh aufgestanden sind, um anzufeuern. Schön war auch unter den Technical Officials bekannte Gesichter zu sehen und kurz gemeinsam zu scherzen.

Also ging es hochmotiviert und guter Dinge im Neo an den Schwimmstart. Ich habe mich im hinteren Feld seitlich platziert, um der großen "Waschmaschine" zu entgehen. Auf den 750m gab es dennoch so manche "Kollision" und ich musste mich immer wieder neu konzentrieren auf mich und mein Tempo, um ruhig bleiben zu können und den Fokus nicht zu verlieren ("alles gut, ruhig bleiben, ich kann das, schon 100mal im Training gemacht" usw.).

Auf der Radstrecke lief es dann richtig gut für mich. Eine sehr gelungene Premiere für mein Zeitfahrrad. Zwischendurch machte ich mir Gedanken, ob ich nicht zu viel Gas gebe, damit mir dann die Kraft nicht auf der Laufstrecke ausgeht. Aber mein Trainer, Matthias, hatte doch gesagt "Gas am Rad" - also dann wird's schon passen ;)
Auf der Laufstrecke - es passte dann tatsächlich - konnte ich meine Pace gut bis zum Ende durchhalten, auch wenn es zwischendurch schon a bisserl "zach" war und der letzte Hügel ins Ziel bereits schmerzte.

Wesentlich für mein gelungenes Rennen - ich wurde 3. meiner AK - war sicherlich neben meiner mentalen Vorbereitung auch das Monkeys Wechseltraining auf der Wettkampfstrecke. Die Radstrecke konnte ich im Schlaf und das Wasser war mir vertraut.

Ja, und so geht es nun entspannt und zufrieden in die Saisonpause!

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